7 Tipps für Ihre Social Media-Überschriften

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Wir leben in einer schnellen Welt. Vieles erledigen wir parallel zu anderen Dingen oder „eben mal zwischendurch“, wenn wir gerade fünf Minuten Zeit haben. Das gilt auch für unseren Medienkonsum – und ganz besonders für Social Media. Während wir uns für das Lesen einer Zeitung aus Papier vielleicht noch bewusst Zeit nehmen, rufen wir Twitter, Facebook & Co. oft genug am Smartphone nur kurz auf. Wir überfliegen die Neuigkeiten und schließen die App wieder – wenige Sekunden nachdem wir sie geöffnet haben. Blitzschnell selektieren wir, welche Neuigkeiten wichtig genug sind, um sie vollständig zu lesen.

Unter diesen Umständen ist es als Unternehmen, Selbstständiger oder Medienschaffender in den Social Media nicht immer ganz einfach, auf sich und seine Inhalte aufmerksam zu machen. Stellen Sie sich vor, Sie betreiben einen Weblog mit – wie Sie durch die Besucherzahlen und das direkte Feedback sehen – starken Inhalten, die die Menschen interessieren. Allerdings findet der Großteil Ihrer Besucher durch eine Suche bei Google zu Ihnen. Das ist an sich eine gute Sache. Allerdings würden Sie gerne in den sozialen Medien sichtbarer werden. Sie teilen zwar regelmäßig auch dort Ihre Beiträge, können jedoch in Ihren Statistiken kaum Besuche aus dieser Richtung verzeichnen.

Optimieren Sie Ihre Social Media-Überschriften

Eine Ursache kann sein, dass Ihre Beiträge in der Flut der Neuigkeiten schlichtweg untergehen. Online entscheiden Headline und Teaser zu einem großen Teil über die Verweildauer der User und darüber, ob der Link angeklickt wird. Stellen Sie sich also die folgende Frage: Wie lesen sich meine Überschriften? Mit einem langweiligen Titel können die Inhalte noch so gut sein – gerade in den Social Media kann auch ein starker Text dank einer wenig gelungenen Headline untergehen. Wenn diese nicht zum weiterlesen anregt, wird kaum jemand dem Link zu den Inhalten folgen.

Wenn Sie also bemerken, dass aus den sozialen Medien nur wenige Besucher den Weg zu Ihnen finden, können Sie es mit einer Optimierung der Überschriften versuchen.

7 Tipps für Ihre Social Media-Überschriften

Es müssen nicht gleich die oftmals reißerischen Clickbaiting-Überschriften sein, wie sie Seiten wie heftig.co, BuzzFeed oder The Huffington Post benutzen. Ein paar Kniffe können Sie sich jedoch von dieser Art Überschriften abschauen und für Ihre eigenen testen.

  1. Formulieren Sie einfach und prägnant
    Lassen Sie Füllwörter weg. Fassen Sie sich kurz – mehr als sechs Wörter werden nicht empfohlen. Sie müssen sich nicht sklavisch an diese Zahl halten, doch denken Sie daran, dass lange Überschriften in den sozialen Medien oftmals gekürzt dargestellt werden und dann womöglich ein wichtiger Teil entfällt.
  2. Schreiben Sie verständliche Überschriften
    So schön kurze Überschriften auch sind – sie sollten dennoch informativ sein. Wenn Ihr Leser durch eine kurze, aber kryptische Überschrift nicht mehr erkennen kann, worum es im verlinkten Beitrag geht, wird Ihnen auch die Kürze keinen Besucher mehr bringen. Die Überschrift sollte von alleine wirken und auch ohne den Kontext des passenden Beitrages verständlich sein.
  3. Wählen Sie plattformspezifische Formulierungen
    Auch wenn Facebook, Twitter und andere Netzwerke oft in einem Atemzug genannt werden, gibt es Unterschiede. So wird empfohlen, für Twitter eher auf Adverbien und Verben zu setzen als auf Nomen. Auf Facebook hingegen ist es zielführend, ein passendes Bild beizufügen.
  4. Setzen Sie auf Zahlen und Listen
    Mit Überschriften wie „Die 20 schönsten Orte der Welt“ oder „5 Gründe für einen Urlaub bei uns“ suggerieren Sie strukturierte, gut aufbereitete und hilfreiche Informationen.
  5. Stellen Sie Fragen
    Durch Überschriften, die als Fragen formuliert sind, erzeugen Sie beim Leser Neugierde. Achten Sie darauf, dass Sie diese Frage dann aber auch im verlinkten Beitrag beantworten.
  6. Nutzen Sie Schlüsselworte
    Themenspezifische und allgemeine Schlüsselwörter (wie „Top“ oder „warum“) erreichen eine höhere Aufmerksamkeit.
  7. Vermeiden Sie Tippfehler
    Lesen Sie Ihre Überschrift lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Korrekte Überschriften ohne Tippfehler wirken seriöser und vertrauenswürdiger.

Testen Sie, was für Sie funktioniert – aber behutsam

Bei der Optimierung der Überschriften sollten Sie darauf achten, vorsichtig vorzugehen. Drehen Sie zu stark an einzelnen Stellschrauben – zum Beispiel den Schlagwörtern oder der übermäßigen Nutzung von Zahlen und Listen – laufen Ihre Überschriften Gefahr, schnell als reines Clickbaiting eingeordnet zu werden. So können Ihre eigentlich seriösen und sachlichen Inhalte ungewollt als nervig oder gar geschmacklos eingeordnet werden.

Wir haben Ihnen an dieser Stelle nur einige wenige der möglichen Optimierungen von Überschriften vorgestellt. Welche kennen Sie noch? Haben Sie schon einmal gezielt Ihre Überschriften überarbeitet und Erfolge bemerkt? Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen!

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