Apple und Apfelkind: Mit Apple ist nicht gut Kirschkuchen essen

Stellen Sie sich vor, Sie entwickeln eine geniale Geschäftsidee, melden diese Marke beim Patentamt in München an und starten richtig durch. Doch eines schönen Morgens haben Sie einen Brief vom weltweit größten Konzern in Ihrem Briefkasten, der gegen Ihre Marke Widerspruch einlegt. Nicht schön, oder?
Genauso ging es Christin Römer, die ein kleines Café namens „Apfelkind“ in der Bonner Südstadt eröffnete. Ihr Logo zeigt einen roten Apfel auf dem die Silhouette eines kleinen Kindes zu sehen ist. Dieses meldete sie beim Patent- und Markenamt in München an und ließ es auf Tassen, Teller, Kissen und Taschen des Familiencafés drucken.
Ein kleiner Apfel ist der Grund für einen drohenden Rechtsstreit mit dem weltweit einflussreichsten Konzern Apple. Die Anmeldung beim Patentamt machte Apple auf die Cafébesitzerin aufmerksam. Apple ist die zurzeit wertvollste Marke mit einem Umsatz von über 62 Milliarden US-Dollar. Der Konzern sieht bei dem Logo des gerade mal 100 Quadratmeter großen Cafés zu viel Verwechslungsgefahr. Die Farbe, das Blatt am Stiel und die Form des Apfels waren für Apple ihrem eigenen Logo zu ähnlich und forderte Römer auf, ihr Patent zurück zu nehmen.
Christin Römer guckte sich die Idee des „Apfelkindes“ nicht von dem Weltkonzern ab, sondern ließ sich von ihren Vermietern inspirieren, die Besitzer einer Apfelbaumplantage sind. Als Zeichen für etwas Gesundes, Frisches und Natürliches sollte der Apfel für diese Attribute in ihrem Café stehen, da dort alle Speisen frisch zubereitet werden.
Die Frist bis Ende September ließ die mutige Frau verstreichen und legte selber Widerspruch ein:  Einschüchtern lässt sie sich durch einen Großkonzern nicht.
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