Bring your own Device: Fluch oder Segen?

Bring your own Device Tablet-PCWas halten Sie vom Konzept „Bring your own Device“?

Es gibt neben Cloud Computing wohl kaum ein anderes Thema, dass derzeit in der Branche für mehr Zündstoff sorgt und heißer diskutiert wird. Sollen Sie den Mitarbeitern erlauben, ihre eigenen Geräte zu benutzen oder ist das zu gefährlich? „Bring your own Device“ bedeutet übersetzt Bring Dein eigenes Gerät“ und beschreibt die immer beliebter werdende Nutzung von privaten Endgeräten wie Tablet-PCs im beruflichen Alltag. Doch das bringt natürlich auch Gefahren mit sich. Wir stellen häufig genannte Probleme und ein Beispiel aus der Praxis vor.

Die IT-Beratung Steria Mummert Consulting hat als größte Bedrohung in diesem Zusammenhang die Datenablage auf Smartphones identifiziert. Skeptisch zeigt sich Axel Oppermann, Analyst bei der Experton Group, in seinem Kommentar „Warum das reine „Bring your own Device“ (BYOD) ins Chaos führt“. Er sagt, „dass die breite Masse der Beschäftigen ihre eigenen Geräte – angefangen bei Laptops, über Pads bis hin zu Smartphones – produktiv für ihren Arbeitsalltag einsetzen will“ als einen „von der IT-Industrie geschürten“ Mythos. Oppermann vertritt die Meinung, dass zwar viele Mitarbeiter private Devices mit in die Arbeit bringen, diese jedoch nicht beruflich nutzen wollen. Auch von den Vorteilen ist er nicht überzeugt, er findet vielmehr: „Während die gezielte Bereitstellung von unterschiedlichen Formfaktoren für definierte Mitarbeitergruppen durch das Unternehmen nachhaltige Vorteile bringen kann, führt BYOD kurz- bis mittelfristig nur zum Chaos.

Eine andere These vertritt unser Kollege Dr. Joseph Reger, CTO bei Fujitsu Technology Solutions. In seinem Blog-Beitrag befürwortet er „BYOD“, allerdings nur unter der Bedingung, dass strenge Regeln eingeführt werden. Vor allem die „freie Wahl bei Endgeräten oder der PC-Ausstattung“ ist für Young Professionals ein ausschlaggebender Faktor, sich für Arbeitgeber zu entscheiden. Er plädiert für die Einführung von Richtlinien und Prozessen für das BYOD-Konzept: „Nur so lässt sich sicherstellen, dass jedes persönliche Endgerät im Unternehmensnetz auch offiziell registriert ist – und sich nicht etwa jeder Mitarbeiter still und heimlich über die Hintertür Zugang zum Netzwerk verschafft und so Anarchie ausbricht“.

Doch einige Themen sorgen bei IT-Verantwortlichen noch für Kopfzerbrechen, wie beispielsweise Datenschlupflöcher, unerlaubte Zugriffe auf das Netzwerk, steigende Speicherkapazität bei Smartphones, Kopien auf externe Speichermedien und virtuelle Desktops. Reger schlägt Client-Virtualisierung als eine Lösung vor, bei Mitarbeiter über ihr eigenes BYOD-Gerät auf virtuelle Desktop-Images zugreifen und so auf Daten und Anwendungen zugreifen, die auf dem Unternehmensserver liegen und nicht auf dem eigenen Gerät. Perfekt geeignet hierfür ist übrigens unser Portable Zero Client, ein USB-Stick, mit dem von jedem beliebigen Windows-PC auf das Unternehmensnetzwerk zugegriffen werden kann. Reger betont allerdings: „Aber natürlich kann dieses Endgerät auch das private Smartphone sein“.

Bei Citrix ist BYOD seit etwa drei Jahren schon Alltag. Mitarbeiter des Software-Anbieters setzen Notebooks in BYOD-Manier beruflich erfolgreich ein. Die IT-Kosten sanken dadurch weltweit um 20 Prozent, was vor allem auf dem reduzierten Desktop-Support zurückzuführen ist und die gesunkene Zahl an Fehlbedienungen durch Anwender. Citrix-Mitarbeiter pflegen ihre Geräte im Rahmen des BYOD-Programms weitgehend eigenständig. Für Martin Kelly, Vice President of Information Technology, und bei Citrix für das BYOD-Programm verantwortlich, ist die Einführung von BYOD „ein logischer Schritt“ denn „schließlich bieten wir mit unseren Technologien die Grundlagen dafür“.

Wie funktioniert die Finanzierung?

Bei Citrix einigte man sich auf einen Zuschuss in Höhe von 2.100 US-Dollar pro Device, die über die reguläre Gehaltsabrechnung versteuert und abgerechnet wurden. Erlaubt sind im BYOD-Programm alle Windows-7- oder Mac-Laptops, die mit einem hauseigenen Standard-Antiviren-Programm ausgestattet sind. Die Mitarbeiter mussten formal den IT-Security-Policies des Unternehmens zustimmen. Weil das eigene Produktportfolio entsprechende Lösungen umfasst, setzt Citrix auf IT-Monitoring, mit dem Sicherheitsverstöße aufgespürt werden. Außerdem muss ein Support-Vertrag für drei Jahre abgeschlossen werden.

Sie wollen mehr Informationen?

In 10 Schritten zum erfolgreichen „Bring your own Device“-Programm.
Citrix wertet internes Pilotprojekt aus: Bring-Your-Own-Programm senkt IT-Kosten um 20 Prozent
Quelle: it-business.de
.

Ein Kommentar zu “Bring your own Device: Fluch oder Segen?

  1. Pingback: Mobile Business: Mit Strategie zum Erfolg | KONZEPT4

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.