buymyface.com: Werbung im Gesicht!

Werbung im GesichtWenn Sie dachten, in puncto Werbeflächen sei schon alles ausprobiert worden, dann irren Sie sich, denn dagegen ist selbst Werbung im Internet schon altbacken: Der neueste Schrei ist Werbung im Gesicht.

Zwei junge Briten hatten 50.000 Pfund Schulden an Studiengebühren, bei denen die beiden nicht wussten, wie sie diese zurückzahlen sollen. Ed Moyse und Ross Harper, beide 22, hatten ihren Abschluss von der Uni Cambridge im vergangenen Oktober in der Tasche, waren aber pleite. „Die meisten unserer Ideen brauchten Startkapital“, erinnert sich Ross Harper. „Wir haben darüber nachgedacht, was wir tun könnten mit minimalen Investitionen. Und Gesichtsmalerei kostet nicht viel und ist auch noch kreativ.“

Die Website buymyface.com ging online. Von den 100 Pfund Startkapital leisteten sie sich einen sehr guten Schminkkasten und nahmen 1 Pfund pro Tag für Werbung in ihrem Gesicht. Doch schon bald kletterten die Preise mit der Nachfrage: Innerhalb der ersten zwei Wochen kamen bereits 5000 Pfund zusammen.

Das Logo des Kunden malen sich die beiden gegenseitig aufs Gesicht und zeigen sich damit in der Öffentlichkeit. Da diese Werbefläche bislang wenig bekannt ist, ist ihnen Aufmerksamkeit garantiert. Als Bonus verbreiten sie Bilder und Aufnahmen über Facebook, Twitter, Youtube oder Linkedin. „An den zwei Tagen, an denen wir Buymyface buchten“, sagt zum Beispiel Robert Dinsey vom Webentwickler Altitude Solutions, „hatten wir die größten Zugriffsraten für unsere eigene Website in diesem Jahr.“

Inzwischen pinseln sich die zwei auch die Logos von bekannten Firmen ins Antlitz, selbst von Ernst & Young. Der Konzern sponsert Buymyface mittlerweile. „Wir waren beeindruckt, wie genau Ross und Ed ihre Geschäftsidee durchdacht haben“, sagt Jane Harper vom Recruitment Marketing. Die Firma wird nun unentgeltlich vom Unternehmensberater unterstützt.

Ihre Schulden können sich die beiden bald abschminken, bislang verdienten sie mit ihrer ungewöhnlichen Idee 31.000 Pfund und wollen weltweit expandieren. Hier in Deutschland hätten sich schon verschuldete Studenten gemeldet. Bald wird die Website weltweit online gehen und Gesichter als Werbeflächen international anbieten.

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