Der Schwarm wird ausgelagert – aktives Crowdsourcing als Marketingstrategie

Den Begriff des Crowdsourcing haben viele von Ihnen bestimmt schon einmal gehört. Aber was genau ist diese Schwarmauslagerung eigentlich?

Normalerweise ist es ja so, dass man verschiedene Leistungen innerhalb eines Unternehmenes von Angestellten oder Dienstleistern gegen ein Entgelt erbringen lässt. Doch beim Crowdsourcing ist das anders. Auf der Basis des Web 2.0 und den damit verbundenen Social Media, die dabei als Plattform der Interaktion dienen, erfolgt ein Aufruf an alle User. Diese Schar von kostenlosen Amateuren soll dann Inhalte erstellen, Aufgaben erledigen oder auch an Forschungs- und Entwicklungsprozessen teilnehmen. Crowdsourcing ist also so eine Art offener Aufruf im Internet, der zur Mitarbeit anregt. Die Menschen können dabei aber selbst entscheiden, ob sie mitwirken möchten oder nicht.

Hierbei kann es sich zum Beispiel um Innovation handeln, das heißt die Schaffung von neuem Wissen oder neuen Ideen. Und das impliziert, dass man als User aktiv mitwirkt oder auch bei der Entwicklung eines Produkts beteiligt ist. Ideen der einzelnen Crowdsourcer werden dabei von dem jeweiligen Unternehmen natürlich in den stattfindenden Innovationsprozess mit aufgenommen – die Aufgaben wurden outgesourct und ein Insourcing der Kreativität der User folgt darauf.

Das wohl bekannteste Beispiel ist momentan die „Mein Burger“ Aktion von Mc Donalds. Den Kunden wurde dort die Aufgabe gegeben ihre Kreativität und Ideen bei der Entwicklung neuer Burgersorten auszuleben. Ein klarer Fall von Crowdsourcing.

Für Unternehmen ist diese Art des Outsourcings besonders sinnvoll, wenn sie ihre Kunden in Wertschöpfungsprozesse, die von Entwicklung bis Marketing reichen können, mit einbeziehen möchten. Übersetzt gesagt: Das Unternehmen bekennt sich mit Crowdsourcing eigentlich ganz klar zu kundenorientierten Produkten – schließlich kommen die Ideen dafür ja auch vom User selber. Dialogorientierte Kommunikation ist hier das Stichwort.

Doch warum sollen Unternehmen die Kunden in die Entwicklung mit einbeziehen?

Einer der vielen Vorteile: geringere Kosten. Dabei muss man als Unternehmen dem Kunden allerdings klar darstellen, welchen Nutzen diese an der Crowdsourcingaktion haben. Die Kunden durchschauen eine einseitige Schwarmauslagerung und dann ist es vorbei mit kostenlosen Ideen. So sollten beide Seiten – Crowdsourcer und auch das Unternehmen – davon profitieren.

Es ist auch im Grunde genommen gar nicht so schwer. Mit Hilfe von zum Beispiel Voting-Systemen im Internet, können die User – sprich die Kunden – ganz leicht mitmachen. So etwas funktioniert unter anderem über Facebook. Und jedes Unternehmen, das eine Facebook Fanpage hat, könnte dort dann Crowdsourcing betreiben – egal ob groß oder klein.

Ein etwas außergewöhnliches weiteres Beispiel des Crowdsourcings ist in Kopenhagen entstanden. Bürgern der dänischen Hauptstadt sollte eine Plattform für neue Ideen jeder Art bezüglich Veränderungen in Kopenhagen präsentiert werden. Kaum zu glauben: Als Plattform dienen die berühmten Hot Dog-Stände, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Man konnte an diesen Würstchenbuden nicht mit Geld, sondern guten Ideen “bezahlen”.

Für diejenigen, die sich Crowdsourcing noch einmal ein wenig ausführlicher erklären lassen möchten, ist hier ein sehr anschauliches Video verfügbar.

Quellen: http://de.wikipedia.org, http://www.mcdonalds.de, http://www.best-practice-business.de, http://createordie.de, http://www.youtube.com/

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