Ein Laptop ohne Kopfschmerzen – Google präsentiert das neue Chromebook

Google wird ab dem 15. Juni eine neue Computer Ära einleiten. Nach jahrelanger Arbeit an dem neuen Betriebssystem Chrome OS und einem zwölfmonatigem Test an einem Prototypen bringt der Konzern in gut einem Monat seine „Chromebooks“ auf den Markt – und das in sieben Ländern geichzeitig.

Die ersten Modelle kommen von Samsung und Acer und werden in den USA, sowie in sechs europäischen Ländern – darunter auch Deutschland – angeboten. Ausgestattet sind die Geräte mit einem Zweikern- Prozessor, mit dem die Chromebooks auch sehr schnell laufen.

Das Google-System Chrome OS ist ein auf den Webbrowser reduziertes Betriebssystem, das wenige Sekunden nach dem Einschalten des Rechners betriebsbereit ist, Alle Anwendungen, wie zum Beispiel Textverarbeitung, E-Mail oder eine Tabellenkalkulation, laufen im Browser. Aber keine Angst – es fühlt sich genauso an, wie traditionelle Programme, mit denen man im Moment noch arbeitet. Die Anwendungen werden hierbei allerdings nicht installiert, sondern über eine Webadresse aufgerufen.

Die Vorteile: User müssen nicht mehr darauf achten, dass auf dem Rechner stets die neusten Softwareaktualisierungen zum Stopfen irgendwelcher Sicherheitslöcher installiert sind. Der Computer wird also nicht immer langsamer und schlechter – sondern mit jedem Update besser. Und man muss sich als Nutzer nicht einmal darum kümmern, es funktioniert ganz automatisch.

Auch auf ein Antivirenprogramm kann verzichtet werden, da das Chromebook ja keine angreifbaren Programme lokal speichert. Sollte allerdings doch einmal eine Website versuchen Schadsoftware zu installieren, wird dies von einem Modul abgewehrt, das stets darauf achtet, dass der Computer sauber und sicher hochfährt.

Ein Mietmodell soll dabei helfen, die Rechner in Massen bei Firmen und auch Unis beziehungsweise Schulen unterzubringen. Hierbei hilft eine Art Leasing Modell, wo Unternehmen für die Hardware und die Wartung der Geräte lediglich 28 Dollar pro Monat zahlen muss. Unis und Schulen zahlen sogar nur 20 Dollar monatlich. Das gilt allerdings erst in den USA – für Europa stehen die Preise noch nicht fest. Einzige Bedingung: Man muss sich dann drei Jahre lang vertraglich an Google binden.

Man kann die Chromebooks bei Online-Händlern wie Amazon kaufen. In Deutschland kann man sie allerdings auch in Verbindung mit 3G-Mobilfunkverträgen erwerben.

Aber leider sind die neuen Google-Laptops nicht für jeden geeignet. Wer gerne mit einem Internet Explorer im Web browsen möchte, müsste sich einen Windows Rechner zulegen. Und für rechenintensive Anwendungen ist das Chromebook auch nicht angedacht. Wer also den ganzen Tag lang professionell Videos schneidet ist mit dem Rechner auch nicht gut bedient.

Mal sehen, was die Markteinführung des Chromebooks bringt und wie die Resonanz der Anwender auf diesen neuen Laptop aussehen wird.

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