Facebook: Smartphones vermiesen Werbegeschäft!

Facebook AppSeit etwa drei Monaten ist Facebook mittlerweile mehr oder weniger erfolgreich an der Börse. Die Anfangs hoch eingeschätzten Papiere verlieren immer mehr an Wertigkeit, der Aktienkurs sinkt kontinuierlich. Großaktionär Peter Thiel verkaufte als einer der Ersten seine Aktien und auch weitere Hauptinvestoren folgen nach und nach. Sie verlassen das Unternehmen zwar mit einem Gewinn für sich selbst, doch für Facebook wird es langsam eng. Verkaufen nun die Mitarbeiter des sozialen Netzwerkes ihre Anteile, wird ein Tiefpunkt erreicht.

Eine der größten Herausforderungen für Facebook ist die zunehmende Nutzung von mobilen Endgeräten. Immer mehr internetaffine Menschen pflegen das soziale Netzwerk  lieber über ihre Facebook-App auf ihren Smartphones oder Tablet-PCs – stationäre Computer werden fast gar nicht mehr zur Kontaktpflege in den Social Media genutzt. Eines der größten Probleme für Facebook liegt an dieser Stelle in den fehlenden Werbeanzeigen. Diese werden auf den kleinen Displays der Smartphones momentan noch nicht dargestellt. Denn alles, was am stationären PC in der rechten Spalte eingeblendet wird, würde den nutzbaren Displayausschnitt auf den mobilen Geräten ein großes Stück verkleinern. Da Facebook einen Großteil  der Einnahmen normalerweise über Werbekunden generiert, muss der Konzern auf Grund der mobilen Endgeräte Einbußen in Kauf nehmen.

Weitere Funktionen sowie Informationen der Social Media Plattform sind ebenfalls lediglich auf einem hochauflösenden Display darstellbar. Zwar werden Statusnachrichten, Spiele und Ähnliches auch im mobilen Format angezeigt. Doch die Benutzerfreundlichkeit der App sinkt auf Grund von beispielsweise längeren Ladezeiten enorm.

Eine mobile Lösung für die Integration von Anzeigen gibt es von Facebook allerdings noch nicht.

Wird Facebook trotz der momentan fehlenden Mobil-Strategie seine herausragende Stellung in den Social Media halten können?

Die Konkurrenz schläft nicht: Weitere Anbieter, wie Google+, versuchen weiterhin Facebook seinen Rang abzulaufen. Doch auch sie verdienen einen großen Teil ihrer Einnahmen im Anzeigengeschäft, sodass sie das gleiche Problem der fehlenden Anzeigen in mobilen Lösungen wie Facebook haben.

Wir dürfen gespannt sein, was in den nächsten Wochen bzw. Monaten, diesbezüglich alles geschehen wird. Vielleicht bringt die Fusion mit Instagram ja einen Aufwärtsschub.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.