Frauen an der (Kauf-)Macht

Frauen im Handel

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Zielgruppenspezifische Ansprache ist eines der Mantras, was Marketing- und Kommunikations-Verantwortliche wahrscheinlich mitten in der Nacht aufsagen würden, würde man sie wecken. Doch wird diese Stakeholder-Kommunikation in der Praxis auch tatsächlich umgesetzt? Wie ist es beispielsweise mit den Frauen? Werden sie als Zielgruppe von Unternehmen so wahrgenommen, wie ihre tatsächlichen Eigenschaften sind?

Manchmal wird hier zum Beispiel nicht bedacht, dass es die Frauen sind, die die Mehrheit der Kaufentscheidungen aller Konsumenten tätigen. Hinzu kommt außerdem, dass die moderne Sie nicht mehr im Schatten ihres Mannes steht. Vielmehr hat sie oft einen guten Karriereweg hinter sich und verdient gut Geld – perfekt zum investieren, die Frauen stellen eine immer größer werdende Konsumentengruppe dar. Ein Bereich, mit dem sich das Gender Marketing bereits seit einigen Jahren befasst.

Passend dazu wurde in einer internationalen Studie das Konsumverhalten der dargestellten Zielgruppe analysiert: Ausgehend von einem übersättigten Käufermarkt, auf dem viele der Produkte austauschbar geworden sind, setzen einige Unternehmen auf starke Marken. Um Frauen hier anzusprechen, sollte die Markenidentität Werte wie Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit enthalten. Diese werden von ihnen am meisten geschätzt, ähnlich, wie bei der Partnersuche bzw. -wahl.

Jedoch können nicht alle Marken im dichten Angebotsdschungel von allen Konsumentinnen wahrgenommen werden – einige Frauen gaben sogar an, dass sie von der Produktvielfalt gar überfordert seien. In der direkten Konfrontation der Produktauswahl vor dem Angebotsregal werden Kaufentscheidungen der Frauen oftmals aus dem Bauch heraus getroffen, jedoch auch bewusst.

Entscheidend ist hier nur selten die Marke, da der Preis als ausschlaggebendes Argument angegeben wurde. Demnach spielen Marken für Konsumentinnen eher eine untergeordnete Rolle im Kaufverhalten. Dieses liegt unter anderem daran, dass die Unterschiede der einzelnen Markenpersönlichkeiten auf Grund der vorherrschenden Vielfalt nicht wahrgenommen werden kann.

Aus diesem Grund ist es insbesondere für werbetreibende Unternehmen wichtig, ihre Marke in Kommunikation und Marketing klar zu profilieren sowie Identität und Werte deutlich nach außen zu tragen, beispielsweise in den Social Media.

Nur so ist es möglich, sich vom dicht umkämpften Wettbewerb abzuheben. Möglich ist an dieser Stelle, eine Word-of-Mouth Kampagne zu initiieren, da Frauen sich auf Tipps und Empfehlungen aus dem privaten Umfeld am ehesten verlassen sowie positiv beeinflusst werden. Produkte lassen sich zudem von überzeugten Nutzerinnen eher emotionalisieren und auch neue Kundinnen können so leichter angeworben werden.

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