Gefahr aus dem Web: Unternehmen nicht auf Reputationsrisiken durch Social Media Plattformen vorbereitet

Die Vorteile von Social Media als Baustein im Kommunilationsmix werden inzwischen von immer mehr Unternehmen erkannt. Folgerichtig sind inzwischenKommunikationskanäle in ihr Kommunikationskonzept mit aufgenommen haben, ist das ja wunderbar. Man kann prima mit seinen potentiellen und bestehenden Kunden virtuelle Gespräche führen und alle Neuigkeiten super schnell veröffentlichen.

Doch man sollte die Gefahr der sozialen Netzwerke für eine Firma nicht unterschätzen. Nicht nur die unternehmerische Seite sollte im Zusammenhang mit sozialen Medien betrachtet werden, sondern auch die andere – die der Konsumenten. Alle die Menschen, die Pinnwandeintäge, Tweets oder ähnliches verfassen, können zu einer potentiellen Bedrohung für die Reputation eines jeden Unternehmens werden. Und zu diesen Menschen zählen auch Mitarbeiter, die über ein breites Insiderwissen verfügen und gerne mal ihren Frust über misslungene Prozesse innerhalb der Firma auf Plattformen im Internet auslassen und somit zu einem echten Problem werden.

Dazu bräuchten die Unternehmen eigentlich Social Media Richtlinien oder auch verstärkte Monitoringprozesse. Doch bei knapp der Hälfte der Firmen in Deutschland existieren noch keine solchen firmeninternen Richtlinien für den Umgang mit den Social Media. Auch geben zwei Drittel der Unternehmen zu, bislang keinen Monitoringprozess für Social Media-Plattformen etabliert zu haben. Und nur bei gut jedem zehnten Unternehmen gibt es eine regelmäßige qualitative beziehungsweise quantitative Bewertung der möglichen Reputationsrisiken durch die Nutzung von Social Media Plattformen.

Aber alle geben einstimmig zu: Die Bedeutung von Social Media für das Risikomanagement in Unternehmen steigt weiter.

Das heißt, dass die Social Media nicht nur das individuelle Kommunikationsverhalten verändern, sondern für Unternehmen auch völlig neue Risiken entstehen lassen, die innerhalb des jeweiligen Risikomanagements bislang nur unzureichend oder gar nicht berücksichtigt werden.

Ein Widerspruch. Einerseits ist die Erkenntnis der Gefahr der Social Media da, andererseits wird nichts dagegen getan. Was nun?

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