#GER: WM als Social Media Ereignis

WM in den Social Media

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Die ganze Welt ist im Fußballfieber! Wer diskutiert morgens nicht mit Kollegen, Freunden oder Bekannten über die Spiele des Vorabends und überlegt schon einmal, welche Tipps nun für den kommenden Spieltag abgegeben werden?

Nach den Olympischen Spielen in London ist nun auch die WM ein sportliches Großereignis, das nicht nur Emotionen weckt und Nationen zusammenschweißt.

Es eignet sich wunderbar, um die kommunikativen Interessen der Mannschaften, Sportartikelhersteller und Fans unter einen Hut zu bringen. Hierbei stechen dieses Jahr die Social Media hervor, da die jeweiligen Accounts der teilnehmenden Mannschaften seit Wochen zum Glühen gebracht werden. Rund 45 Prozent der Zuschauer nutzen während der Spiele ihr Smartphone als Second Screen, um sich innerhalb der Community über das Geschehen auszutauschen. Frauen sogar noch lieber als Männer.

Kein Wunder also, dass alle 32 Teilnehmerländer in den sozialen Netzwerken vertreten und aktiv sind. Fans erhalten auf Facebook, Twitter und Instagram beispielsweise Insiderinformationen und Bilder rund um den Aufenthalt der Mannschaften in Brasilien. Laut einem Beliebtheitsranking belegt das deutsche Team hier mit rund 2,5 Millionen Fans auf Facebook Platz drei – unter den deutschen Spielern führt Manuel Neuer vor Thomas Müller und Philipp Lahm das Feld an.

Längst geht es nicht mehr nur darum, aus reinem Zeitvertreib die einzelnen Social Media Plattformen zu bespielen. Vielmehr wird hier aktiv am Image des gesamten Teams sowie jedes einzelnen Spielers gefeilt. Es werden Einblicke hinter die Kulissen gewährt, die die Spieler aus allen Facetten beleuchten.

Eines der bekannten Beispiele ist das Selbstportrait von Lukas Podolski, das er zusammen mit unserer Bundeskanzlerin in der Kabine nach dem Sieg in der Vorrunde gegen Portugal geschossen hat. Oder auch Barack Obama, der das Spiel der USA gegen Deutschland aus der Air Force One verfolgte und das Bild direkt getwittert wurde. Die Parodien bezüglich Luis Suarez Beißattacke in den sozialen Netzwerken waren in Sachen Kreativität ebenfalls unschlagbar.

Es entsteht folglich ein reger Austausch innerhalb der Community – es wird diskutiert und kommentiert. Reaktionen auf Tweets und Posts reißen nicht ab, tausendfach werden Dinge geliked und geteilt sowie diverse Hashtags rund um den World Cup verwendet. Die Dimension des Ganzen wird greifbarer, wenn man sich vor Augen führt, dass mehr als 3,9 Millionen Tweets zum Spiel #GERGHA abgesetzt wurden. Der Ausgleichstreffer von Miroslav Klose zum 2:2 erhielt zudem 153,479 Tweets pro Minute.

Infolge dieser hohen Aktivität der Online-Community können beispielswiese auf geposteten Bildern gut Produkte von Partnern oder Sponsoren platziert werden. Von Schuhen über Smartphones bis hin zu Kopfhörern – Spieler vermarkten längst nicht mehr nur sich selbst, sondern eine ganze Produktpalette. Natürlich sind Vorlieben, Charakter des Spielers und Produkteigenschaften genauestens aufeinander abgestimmt, sodass zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.

Fazit: Social Media sind gerade bei einem so emotionalen Thema wie Fußball ein willkommenes Mittel, um neben Sympathie auch Vertrauen zu schaffen, die Unterstützung der Fans zu beflügeln und diverse Produkte zu promoten.

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