Geschlechter ansprechen mit Gender Marketing

„Men are buyers, Women shoppers“

Gender kann nicht nur das biologische Geschlecht bedeuten, sondern zusätzlich das soziale beinhalten. In Verbindung mit dem Begriff des Marketings ergibt diese Kombination einen interessanten Ansatz: Wie kann man Produkte vermarkten, die vorrangig eines der beiden Geschlechter ansprechen soll? Was ist typisch Mann? Wie kann man die Frauen mit Hilfe des Marketings glücklich machen?

Das Gender Marketing bietet hier eine Gelegenheit, die geschlechtsspezifischen Unterschiede zu berücksichtigen, wobei gleichzeitig eine klare Differenzierung von Mann und Frau stattfindet. Diese spezielle Form des Marketings zeichnet sich zudem dadurch aus, dass sie oftmals auf der Grundlage von soziologischen und auch psychologischen Studien geschaffen wird. Das heißt, dass das Gender Marketing sich stets im Wandel befindet. Unsere Gesellschaft verändert sich stetig und auch werden Männern und Frauen neue Rollen zugewiesen. Der Mann ist nun nicht mehr der Einzige, der Arbeiten geht – neue Bedürfnisse entwickeln sich für die Frau. Dieses veränderte Konsumverhalten spiegelt sich im Gender Marketing wieder, da dieses vor allem eine dialogorientierte Kommunikation zu Grunde legt. Die Veränderung der Rollen und die zugehörigen Bedürfnisse von Mann und Frau werden zusätzlich aufgenommen sowie in die Marketing-Strategie eingeflochten.

Der Grundgedanke des Gender Marketings impliziert darüber hinaus, dass Frauen und Männer von Grund auf ein vollkommen unterschiedliches Kaufverhalten haben. Nicht nur die Kaufabsicht ist eine verschiedene. Auch der Entscheidungs- und Kaufprozess unterscheidet sich hinsichtlich der Geschlechter: Männer betreten beispielsweise gezielt die Läden, nehmen das gewünschte Produkt aus dem Regal und bezahlen an der Kasse. Frauen hingegen durchdenken ihre Entscheidung für ein Produkt auf dem Weg zur Kasse noch mehrere Male, nachdem sie noch nicht einmal gewollt den Laden betreten haben. Vielleicht sah das Schaufenster so schön aus oder die Verkäuferin an der Tür hat so nett gelächelt. Genau auf diese Unterschiede setzt das Gender Marketing.

Insbesondere bei Kindern ist diese Art des Marketings umstritten. Diskutiert wird derweil, ob das Gender Marketing Kinder zu sehr Rollen-Stereotype annehmen lässt – Mädchen spielen mit Puppen, Jungs mit Autos. Sie werden dabei oftmals in eine Richtung beeinflusst, die laut Kritikern die Entwicklung des Kindes einschränkt.

Was ist Ihrer Meinung nach „typisch Mann“ oder „typisch Frau“ beim Einkaufen? Sollte das Gender Marketing bereits im Kindesalter angewandt werden?

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