Google+: Tot oder lebendig?

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Etwa drei Wochen ist es nun her, dass der für Google+ verantwortliche Manager Vic Gundotra das soziale Netzwerk verlassen hat. Infolgedessen wurden bereits Gerüchte laut, dass das dem Google-Konzern angehörige soziale Netzwerk nach und nach in Einzelteile zerlegt und in andere Dienste integriert würde.

Werden denn einzelne Elemente, wie Hangouts und Fotos, tatsächlich ausgelagert? Was geschieht beispielsweise mit den Google-Mitarbeitern, von denen zwischen 1.000 und 1.200 mittlerweile für Google+ tätig sind?

Viele Spekulationen sind möglich, wie es nun mit Google+ weitergeht. Wird zum Beispiel von Google künftig vermehrt auf die mobile Strategie gesetzt? Über eine aktive Community verfügt die Plattform allemal: Im Oktober 2013 haben 300 Millionen Nutzer pro Monat sich aktiv in dem Netzwerk bewegt. Im Vergleich dazu hatte Facebook eine Milliarde User, die monatlich aktiv waren.

Für viele Unternehmen stellt sich jedoch die Frage, warum sie auch auf Google+ aktiv sein sollten, wenn sie bereits auf Facebook Freunde sammeln, auf Twitter anderen Usern folgen und sich auf Xing sowie LinkedIn im beruflichen Kontext vernetzen?

Ein Vorteil von Google+ stellt die Einbettung der Plattform in alle weiteren Google-Dienste dar. Verfügt man über einen Google-Account, ist eine einfache Nutzung aller Netzwerke und Plattformen des Konzerns dank der Vernetzung möglich. Verzichtet man in diesem Zusammenhang auf eine Präsenz auf Google+, klammert man gleichermaßen mögliche Reichweite und Sichtbarkeit auf YouTube, Google Local, AuthorRank und vielem mehr aus.

Diese relevante Schnittstelle für zu verbreitenden Content kann folglich unter Berücksichtigung der plattformeigenen Besonderheiten – beispielsweise die Möglichkeit des Hangouts – in die strategische Kommunikation eines Unternehmens eingebunden werden. Das erfolgreich in anderen sozialen Netzwerken durchgeführte Community Management kann somit an die Google+-User angepasst werden, die sich in ihren Merkmalen von den Nutzern anderer Social Media Plattformen unterscheiden.

Themen und Inhalte können angeglichen werden, wobei die unternehmenseigenen Kernthemen nicht außer Acht gelassen werden sollten. Auch längere Posts sind auf Google+ im Gegensatz zu Facebook möglich, sodass der dort gepostete Content nicht eins zu eins übertragen werden kann. In der Kommunikation können auch Bilder und Videos verwendet werden, da sich alle veröffentlichten Inhalte möglicherweise auch auf die Positionierung des Unternehmens im Google-Ranking auswirken. Das heißt, dass Aktivitäten auf Google+ sich zudem auf die SEO auswirken können.

Doch was meinen Sie? Wie wird sich Google+ künftig positionieren? Sollten Marketing- und Kommunikations-Verantwortliche diese Plattform weiterhin als Kanal berücksichtigen?

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