KidsVerbraucherAnalyse – digital Natives lesen immer mehr

Bild von KindZu Zeiten der Digital Natives ist es kaum vorstellbar, dass Kinder noch gerne Zeitschriften lesen oder in Büchern schmökern. Doch laut der aktuellen KidsVerbraucherAnalyse (KidsVA) des Egmont Ehapa Verlag interessieren sich selbst ganz junge Kinder zwar immer mehr für Games, Computer und Internet, aber auch für das Lesen können sie sich weiterhin begeistern.

Zur KidsVA hat der Verlag Daten und Informationen zum Medien- und Konsumverhalten der aktuell 7,43 Millionen Kinder und Jugendlichen im Alter von vier bis 13 Jahren in Deutschland ausgewertet. Dabei haben allerdings die Eltern Auskunft über die Gewohnheiten ihrer Sprösslinge gegeben.

Laut der Studie schauen 96 Prozent der befragten Kinder gerne in Zeitschriften und 91 Prozent lesen in ihrer Freizeit Bücher. Somit hat der Anteil des lesenden Nachwuchses im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Dass das Leseinteresse zunimmt, haben die meisten Kindern ihren Eltern zu verdanken. 87 Prozent der Vier- und Fünfjährigen bekommen regelmäßig von Mama und Papa vorgelesen.

Und was genau liest man so? Dazu werden in der Studie nur Angaben zu Zeitschriften gemacht: Das Mickey Maus Magazin ist mit mehr als 700.000 Lesern eindeutiger Spitzenreiter – erschienen im Egmont Ehapa Verlag, dem Herausgeber der Studie. Daran schließen sich Prinzessin Lillifee mit 480.000 Anhängern und Wendy mit 450.000 Beziehern an. Alles also gar nicht so digital geprägt, wie man eigentlich erwarten würde.

Doch das digitale Zeitalter geht natürlich an den heutigen Kindern nicht einfach so vorbei: Der Zugang zu neuen Medien erfolgt immer früher und auch die Nutzung wird immer intensiver. Schulkinder haben zum Beispiel zu 81 Prozent schon Computererfahrung und 32 Prozent der kleinen Nutzer sind täglich im Internet unterwegs. Die Digitalisierung beschränkt sich bei den meisten Sprösslingen aber nicht nur auf den PC. Immer mehr Unterhaltungselektronik, wie zum Beispiel Konsolen, hat Einzug in die Kinderzimmer gehalten.

Trotzdem nimmt die Begeisterung für klassisches Spielzeug allerdings nicht ab. Mädchen spielen – laut der KidsVA – immer noch mit Puppen und Jungen mit Lego oder Playmobil.

Aus Sicht der Anbieter ist dabei nach wie vor interessant: Die Sechs- bis 13- Jährigen bekommen immer mehr Taschengeld – durchschnittlich 24,80 Euro im Monat, oben drauf kommen noch Geldgeschenke zum Geburtstag, zu Weihnachten und zu Ostern. Es scheint also, dass es im Bezug auf  den Konsum von Kindern nicht zwingend einen Konkurrenzkampf zwischen Analog und Digital gibt. Der Konsummarkt expandiert in dieser Zielgruppe stetig, so dass zumindest aktuell noch genug Platz für Analog und Digital ist. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob dieser Trend im Rahmen der stetig steigenden Verbreitung von Geräten, die als E-Book-Reader genutzt werden können, weiter geht.

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