Kinder sind weiterhin Leseratten!

Kinder lesen vielTrotz der Diskussion um die Digitalisierung der deutschen Kinderzimmer bleiben die klassischen Printmedien weiterhin bei den jüngsten Mitbürgern beliebt. Dieses bestätigte eine Studie „Kids Verbraucher Analyse“ des Egmont Ehapa Verlags, bei der rund sechs Millionen Kinder und Jugendliche zu ihrer Mediennutzung befragt wurden.

Weiterhin nutzen die Kinder und Jugendlichen sowohl Print- als auch Onlinemedien. Über 90 Prozent der Befragten lesen gerne Bücher und Zeitschriften, trotz Digitalisierung bleibt das Interesse am Lesen bestehen. Besonders beliebt sind hierbei diejenigen Zeitschriften, die die einzelnen Geschmäcker der Kinder und Jugendlichen berücksichtigen. Von 46 abgefragten Kinderzeitschriften, die der Auftraggeber der Studie selber herausgibt, kommen rund 70 Prozent bei der jungen Zielgruppe super an – von Donald Duck bis hin zur Wendy. Auch die ganz Kleinen stecken laut Angabe ihrer Eltern ihre Nase gerne zwischen die gedruckten Seiten. Außerdem gerne in den Kinderzimmern gesehen ist klassisches Spielzeug, denn hierdrauf legen viele der Eltern besonderen Wert.

Wie auch im letzten Jahr nutzen Kinder und Jugendliche gerne den eigenen Computer, die Werte haben sich auf hohem Niveau nicht gravierend verändert. Rund 80 Prozent der Befragten hat einen PC-Zugang, wovon etwa 75 Prozent regelmäßig im Internet surft. Im Grunde genommen ist das Internet aus dem kindlichen Alltag nicht mehr wegzudenken: Die Intensität der Internetnutzung nimmt stetig zu, wobei die digital Natives heutzutage jeden Tag wenigstens einmal online sind.

Besonders einfach ist der Internetzugriff für die Kinder und Jugendlichen mit dem eigenen Smartphone. Wenn sie kein eigenes Handy mit Internetzugang haben, dann dürfen sie oftmals das der Eltern mitbenutzen. Auf den Mobiltelefonen lassen sich auch ganz einfach verschiedenste Spiele installieren: Nach und nach lösen sie die Online-Games im heimischen Kinderzimmer ab. Unbeliebt sind weitere mobile Endgeräte, wie Tablet-PCs. Sie sind in der Nutzung von Kindern und Jugendlichen noch nicht etabliert.

Besonders praktisch sind diese Ergebnisse für Unternehmen, die Produkte für Kinder und Jugendliche anbieten. Sie können ihre Zielgruppe besser einschätzen und somit Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen spezifischer einsetzen. Wir von KONZEPT4 helfen Ihnen gerne dabei! Mehr Taschengeld für die Kinder zum Kauf der Waren gibt es von ihren Eltern im Vergleich zum Vorjahr außerdem.

Ein Kommentar zu “Kinder sind weiterhin Leseratten!

  1. Aus dieser Analyse zu schließen, unsere Kinder seien Leseratten, ist fatal. Im Gegenteil. Während meiner 3jährigen Arbeit in einer Schulbücherei konnte ich feststellen, dass sich zwar viele Schüler Bücher ausliehen, aber selten diese auch bis zur letzten Seite durchlasen. In einigen Schulen wurde sogar ein Schulstunde „Lense“ eingeführt. Das gleiche gilt für die Nutzung des Internets. Einige Kinder können nach einer Stunde Online schon nicht mehr sagen, welche Seiten sie besucht haben. Aus der KidsVA kann man kaum schließen wie die Medien genutzt werden und sind bei Erscheinen auch oft schon wieder „Out“. Auf zu optimistische Prognosen und eine unglückliche Marketingstrategie hat 2008 ein Herr Schnieder gesetzt als er, das in meinen Augen bisher einzige wirklich gute, Internetportal Smoodoos auf den Markt brachte, sodass 2009 schon wieder Schluss war. Marketingstrategien für Kinder und Jugendliche erfordern topaktuelle Recherchen. „Rügenwalder Mühle“ hat es geschafft.

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