Konsumenten übernehmen Marketing-Aufgaben: neue Marken-PR in den Social Media

Marken PR Konsumenten FacebookWeshalb greift man im Supermarkt immer zu den gleichen Produkten? Warum meint man eigentlich, dass eine Hose eines Anbieters bestimmt besser ist als eine andere? Und wieso entscheidet immer das Bauchgefühl während die Ratio ausgeschaltet wird? Des Rätsels Lösung: Markenverspechen und dafür unerlässlich Marken-PR.

Marken-PR ist eine effiziente Kommunikationsstrategie, um Vertrauen zum Konsumenten aufzubauen und Markenbotschaften glaubwürdig zu kommunizieren. Die einzelnen Produkte können durch effektive Öffentlichkeitsarbeit ein positives Image in der Öffentlichkeit erlangen. Hintergrundinformationen und auch redaktionell gestaltete Geschichten sind diesbezüglich häufige Mittel. Pressearbeit und Werbung werden dort verbunden und bieten für die Konsumenten eine wertvolle Orientierungshilfe und Halt in einem zunehmend übersättigten Markt. Bekannte Marken wirken vertraut, haben eine Persönlichkeit und Werte. Deswegen müssen sie immer versuchen, einzigartig zu sein. Um sich abzuheben, werden einzelne Anbieter immer kreativer und laden ihre Produkte mit Emotionen und psychologischem Mehrwert auf.

Die Basis der PR-Arbeit sind hierbei meistens ein professionelles Agenda Setting, Prominentes Testimonial und Themenmanagement, wobei auch verschiedene Anlässe geschaffen werden können, in deren Umfeld sich die Marke präsentieren kann. All diese Mittel bieten eine Grundlage, emotionale Nähe zu erzeugen.

Doch auch die Marken-PR muss sich den Gegebenheiten der Zeit anpassen.

In den letzten Jahren hat sich nämlich die Wahrnehmung der Konsumenten gewandelt. Der Verbraucher glaubt längst nicht mehr alles, was ihm erzählt wird und das Vertrauen in fiktive Szenarien einer heilen Welt sinkt. Zukunftsforscher Matthias Horx bestätigt diesen Trend: Ihm zufolge sind die Konsumenten übersättigt. Sie hätten keine Lust mehr auf Konsum und Werbung, sondern möchten lieber auf Augenhöhe mit den einzelnen Unternehmen kommunizieren.

Und genau das vollzieht sich momentan hauptsächlich im Internet und in sozialen Netzwerken. Immer mehr Marken sind dort aktiv, präsentieren sich auf sogenannten Fanpages, gehen in den Dialog mit Kunden. Starbucks Lambertz, Esprit oder BMW – die Branchen reichen von A bis Z. Eine Auflistung der Top 30 Marken bei Facebook finden Sie hier.

Dor findet sich ein erstaunliches wechselseitiges Geben und Nehmen. Marken sind enger mit ihrer Zielgruppe verbunden und merken, wie diese ticken beziehungsweise was für Ansprüche sie an die Marke stellen. Konsumenten hingegen werden aktiv mit einbezogen, übernehmen Aufgaben von PR und Marketing. Sie tauschen sich aus, diskutieren, geben Tipps, informieren, schaffen Bekanntheit, Bestätigung und können Vertrauen schaffen. Verbraucher kommunizieren von sich aus über eine Marke.

Die Herausforderung für Unternehmen ist jetzt groß. Die Kommunikation über ihre Marke darf auch in sozialen Netzwerken nicht völlig aus der Hand gegeben werden. Es muss weiterhin das Markenimage mit klassischen Marketing- und PR-Instrumenten gefüttert werden. Dennoch sollte man sich als Unternehmen auf Kommunikation in diesesn Kanälen us vorgenannten Gründen mit Usern einzulassen und darauf reagieren.

Immer im Hinterkopf zu behalten: Kunden, die positive Erlebnisse mit einer Marke verbinden, fühlen sich auch mit ihr verbunden und kaufen sie dem entsprechend auch öfter. Langfristigkeit und strategische Planung währt hierbei länger und führen zu einem nachhaltigen Erfolg. Auf geht´s!

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