Lampenfieber? – Ach, Quatsch!

Sie kennen das sicherlich: Kurz vor einer Präsentation, die Sie halten sollen, haben Sie feuchte Hände, der Puls erhöht sich – Stress. Und das alles nur, weil Ihre Darbietung entscheidend für den Gesamterfolg Ihres Vorhabens ist.

Steve Roesler, ein amerikanischer Kommunikations- und Führungskräftetrainer, hat zum Thema Lampenfieber eine doch recht einleuchtende These aufgestellt. Laut ihm ist der Grund für die Nervosität vor – und auch während – einer Präsentation die Situation. Es liege lediglich daran, dass man präsentiert. Das klingt wahrscheinlich ein bisschen banal, ist aber durchaus zutreffend. Vergleichen Sie doch einmal die beiden Situationen: Sie unterhalten sich mit einem Kollegen oder Freund – dabei kommt es nicht darauf an, ob es ein kurzes oder langes Gespräch ist. Haben Sie dabei Lampenfieber? Eher selten, da es keine Präsentation, sondern eine Unterhaltung ist.

Und laut Roesler sei das schon des Rätsels Lösung. Gegen Lampenfieber hilft anscheinend, wenn Sie einfach mit Ihrem Publikum plaudern als seien es genau die Kollegen oder Freunde, bei denen wir eben schon waren. Erzählen Sie vielleicht einfach eine kleine Geschichte anstatt große Reden zu schwingen – Storytelling nennt man das im Fachjargon. Kennen Sie gute Redner? Dann ist Ihnen vielleicht auch aufgefallen, dass viele dieser Erzähler genau diesen kleinen Geschichten in Ihre Reden mit einbauen und so das Publikum in ihren Bann ziehen. Bestes Beispiel ist hier Barack Obama, der immer wieder geschickt Erzählungen in seine Vorträge mit einbaut. Das heißt im Grunde genommen, dass dieses Storytelling dabei hilft, eine unterhaltsame bzw. spannende Präsentation zu halten. So haben Sie sogar eventuell mehr Spaß auf der Bühne.

Der Karrierebibel-Autor Christian Müller hat zum Thema Lampenfieber Tipps gegeben, mit denen man seine Redeangst besiegen kann:

Natürlich muss man gut vorbereitet sein, um vor seinem Publikum im guten Licht dar zu stehen. Auch eine vertraute Umgebung hilft dabei, seine Nervosität zu lindern.

Robert Yerkes und John D. Dodsons Gesetz (das Yerkes – Dondson – Gesetz) belegt ebenfalls, dass die Angst vor einer Präsentation durchaus nützlich sein kann. Denn die menschliche Leistung nimmt unter Stress zu, um sich danach wieder zu verringern. Laut dem Gesetz wird die höchste Leistung bei einem mittleren Stressniveau erreicht – das kann man für seinen Vortrag doch durchaus nutzen.

Und auch hier gilt wieder: Übung macht den Meister. Je öfter man präsentiert, desto sicherer wird man auch und verliert nach und nach sein Lampenfieber. Denn

„Tue was Du fürchtest und die Furcht stirbt einen sicheren Tod“   (Norman Vincent Peale).

Viel Spaß bei Ihrer nächsten Präsentation!

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