Marketing: Offline nicht vergessen!

Offline-MarketingMarketingspezialisten von Unternehmen im B2C-Geschäft surfen für das Unternehmen in den Social Media oder füllen die unternehmenseigene Website mit aktuellen Inhalten. Würden Sie an seiner Stelle noch an die Offline-Medien denken und diese mit Informationen oder Werbebotschaften des Unternehmens füllen? Wahrscheinlich nicht.

Genau zu diesem Ergebnis kam auch eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Absolit: Sie befragten 727 Unternehmen bezüglich ihrer Aktivitäten hinsichtlich des Online-Marketings. Ziel war es hierbei, die aktuellen Trends der Branche und die Relevanz gewisser Themen zu untersuchen. Es stellte sich heraus, dass über 90 Prozent der an der Studie beteiligten Firmen die eigene Homepage als eines der wichtigsten Aufgabenfelder im Bereich des Marketings ansehen. Hier werden nicht nur die Zielgruppen im B2C-, sondern auch im B2B-Bereich angesprochen und viele Informationen weitergegeben. Jedoch verzichten über fünf Prozent der befragten Unternehmen auf einen Internetauftritt.

Als weiteres wichtiges Handlungsfeld wurden Suchmaschinen-,  E-Mail- und Social Media-Marketing angegeben. Knapp 97 Prozent gaben an, dass sie auf jeden Fall in den drei Bereichen aktiv sind, etwas weniger als die Hälfte der Befragten meinten, diese drei Instrumente gerne zu kombinieren. Die befragen Firmen gelten als online-affin, so dass sie ein sehr hohes Interesse am Online-Marketing haben. Ungefähr ein Viertel der Unternehmen nutzen ausschließlich Internet-Werbung.

Hierbei geraten Offlinemedien bei der Vermarktung eines Unternehmens oft in Vergessenheit. Die Onlineaffinität der Befragten zeugt von fehlender Begeisterung für das klassische Marketing im Offlinebereich, was die Studie bestätigt: Weniger als die Hälfte nutzen Print-Mailings für werbliche Zwecke, rund ein Viertel lässt die Offlinewerbung komplett außen vor. Doch sollten Unternehmen nicht auf das klassische Marketing verzichten: Mit der Kombination von allen Werbekanälen erreicht man die gewünschten Zielgruppen am besten. Diese crossmediale Verknüpfung der Kanäle erzeugt Synergieeffekte und spart Kosten. Eine gezielte Zielgruppenansprache kann auf dem gewünschten Medium bzw. Kanal Streuverluste vermeiden. Hinzu kommt, dass Kampagnen im Print- und Onlinebereich leichter zu messen und so auch besser anzupassen sind.

Natürlich verschiebt sich der Schwerpunkt der Nutzung der einzelnen Kanäle je nach Branche des Unternehmens. Bei Firmen, dessen Zielgruppen die Endverbraucher sind, lohnen sich Investitionen in die Social Media oft mehr als bei Print-Mailings. Doch Unternehmen im B2B-Bereich sollten auch die Offlinemedien und die klassische Pressearbeit nicht außer Acht lassen. Maßnahmen im Internet können bislang noch nicht alle sinnlichen Reize ansprechen: Geschmack, Duft und Haptik. Aber damit ist eine hohe Responsequote erreichbar.

Fazit: Springen Sie ruhig ohne Bedenken auf den Hype der Onlinemedien (Social Media eingeschlossen) auf, aber vertrauen Sie auch dem Altbewährten – den Offlinemedien.

2 Kommentare zu “Marketing: Offline nicht vergessen!

  1. Das Fazit stimmt genau mit meinen Ansichten überein. Das Internet ist sehr wichtig für Unternehmen und dient als guter Ort für das Marketing. Allerdings sollte man die Offlinemedien nicht vernachlässigen. Besonders dann nicht, wenn ältere Personen zu der Zielgruppe gehören. Offlinemedien gelten immer noch als vertrauenswürdiger und Vertrauen ist ein wichtiger Punkt im Marketing. Aus diesem Grund kann ein Buch ( hierzu ist http://huffmann-business.de/weshalb-buecher sehr interessant), bei richtiger Einbindung in das Marketingkonzept, einen sehr wertvollen Beitrag leisten.

    • Hallo Steffen,

      vielen Dank für deinen Tipp!
      Corporate Publishing ist nach wie vor ein wichtiges Thema im Marketing vieler Unternehmen und sollte nicht durch Online-Medien bzw. die Social Media verdrängt werden.

      LG
      Hannah

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