Mitarbeiter motivieren: Was ist der Sinn meiner Arbeit?

Sinn der Arbeit

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Unsere Arbeitswelt wird aufgrund der Globalisierung stets mehr vernetzt und beschleunigt. Klassische Organisationsformen, wie wir sie heute noch kennen, werden in Zukunft wohlmöglich von einer Projektkultur abgelöst. Somit würden diverse Belegschaften, die kurz- oder mittelfristig im Rahmen bestimmter Projekte zunehmend heterarchisch zusammenarbeiten, an der Tagesordnung stehen. Dieses beeinflusst nicht nur tägliche Routinen sowie Denken, Erwartungen und Handeln der Mitarbeiter, sondern auch ihre Beziehung zum und die Identifizierung mit dem Unternehmen.

Kann es im Rahmen einer solchen komplexen, sich ständig ändernden Belegschaft dann noch eine Identität des Unternehmens geben? Und wie kann die interne Unternehmenskommunikation in einem solchen Rahmen noch die Sinnhaftigkeit der Arbeit eines jeden einzelnen Mitarbeiters darstellen?

Die Relevanz der Fragen liegt in der Erkenntnis, dass Sinn und Selbstbestimmung die neuen Boni der Zukunft sind – sie ergänzen klassische Incentives wie Geld und Status. Somit ist die kommunikative Sinnstiftung in diesem Zusammenhang auf allen Ebenen der Organisation die zentrale Komponente.

Vor allem in wirtschaftlichen Wandlungsprozessen können kommunikativ begleitete Change-Projekte innerhalb von Unternehmen durch Sinnstiftung zum Erfolg geführt werden. Hierzu müsste dann bereits im Vorfeld durch den Einsatz von Kommunikationsinstrumenten und -kanälen die Bedeutsamkeit der Veränderung durch einschlägige Informationen verdeutlicht werden. Zusätzlich wird die Resilienz eines Unternehmens durch die ermöglichte adaptive Haltung sowie anpassungsfähiges Verhalten der Mitarbeiter aufgrund von Sinnstiftung sichergestellt.

Die interne Unternehmenskommunikation kann in diesem Zusammenhang vor allem das Top-Management und alle weiteren Führungskräfte bei der Darstellung der Sinnhaftigkeit von Aufgaben, Innovationsprozessen und Strukturen innerhalb der Organisation unterstützen. Sie sind neben den eigenen Kollegen die wichtigsten Sinnstifter im Unternehmen. Sinn kann jedoch nur durch ein transformationales Führungsverhalten gestiftet werden, sodass auch hier die Führungskommunikation entsprechend angepasst werden müsste.

Wenn die Arbeit für Mitarbeiter einen Sinn ergibt, werden sie produktiver, passionierter und kollegialer im Arbeitsalltag. Folglich werden durch Kommunikation relevante immaterielle Werte geschaffen. Zum einen sind dieses die mitarbeiterbezogenen Variablen, wie Motivation, Arbeitszufriedenheit, Commitment und Engagement. Andererseits wirken sich die erhöhte Produktivität, Innovation und Effizienz positiv auf ökonomische Erfolgsfaktoren des Unternehmens aus.

Aufgrund dessen sollten Identitäts- und Sinnstiftung auf lange Sicht eine Identifikation des Mitarbeiters mit seinem Unternehmen zum Ziel haben. Im besten Falle sollten durch die Unternehmenskommunikation identitätserhaltende Werte vermittelt werden, sodass jeder einzelne Mitarbeiter sich dieser Werte bewusst ist und diese innerhalb sowie außerhalb des Unternehmens leben kann. Zudem können sinnstiftende Maßnahmen ohne eine Identität innerhalb der Unternehmen kaum auf allgemeine Akzeptanz stoßen.

Die sich daraus ergebene Frage ist nun jedoch: Welche Maßnahmen muss die interne Unternehmenskommunikation genau ergreifen, um Mitarbeitern nicht nur die Identität des Unternehmens näher zu bringen, sondern ebenfalls einen Sinn der eigenen Arbeit zu stiften? Kann Sinn überhaupt durch externe Faktoren erzeugt werden oder ist dieses eine subjektive Komponente der eigenen Wirklichkeit eines jeden Mitarbeiters?

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