Personal Branding: Das ICH als Marke

Dank unserer schnelllebigen Welt und der Veranlagung eines Menschen, seine Umgebung nur selektiv wahrzunehmen, ist es immer schwieriger, sich von allen anderen Sinneseindrücken und Reizen der Umwelt abzusetzen. Besonders in dem Unternehmensumfeld möchte man im Kopf bleiben, einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Und nicht auf Grund von anderen Sinnesreizen einer Person direkt in Vergessenheit geraten. Bei einigen ist es der Wunsch nach Karriere, bei anderen wiederum das Anliegen weiterempfohlen zu werden. Egal welche eigenen Ziele man verfolgt, eines haben alle gemeinsam: sich durch das eigene Image sowie die eigene Reputation vom Wettbewerb im Beruf abzuheben.

Doch wie kann man sein Bild von sich so vermitteln, dass es die gewünschte Wirkung beim Gegenüber erzielt?

Zunächst einmal ist es wahrscheinlich von Vorteil, wenn man die in unserer Kultur gelernten Verhaltensweisen und Regeln einhält. Der gute Ton, ein ordentliches Äußeres sowie eine positive Grundeinstellung können manchmal Wunder bewirken. Darüber hinaus ist es ein guter Anfang, wenn man sich selber darüber im Klaren ist, wer man überhaupt ist. Und wer man sein möchte. Die Antworten auf diese Fragen helfen jeder Person, den eigenen Curriculum Vitae sowie die individuelle Verhaltensweise in die gewünschte Richtung anzupassen. Das Statement über sich selbst sollte allerdings kurz und knackig sein. Natürlich ist jeder Mensch auf seine eigene Art und Weise vollkommen großartig – doch wissen dieses auch alle anderen? Sollen sie überhaupt wissen, wie man tatsächlich ist?

Besonders im Internet und in den Social Media kann man sich als Marke definieren. Nicht nur ein Profil mit spritzigen Angaben auf Xing verhilft einem wohlmöglich zu neuen Kontakten. Auch in seinen anderen Profilen auf Google+ und Co. kann man sein Bild im Web schärfen – beispielsweise durch aussagekräftige Posts oder geteilte Links, die jedem Besucher des Profils einen Mehrwert bieten. Zusätzlich ist eine eigene Website hilfreich, auf der alle Informationen sowie die eigenen Profile im Web 2.0 zusammengefasst sind. Wenn man bei Google den eigenen Namen angibt und das gewünschte Ergebnis erhält, hat man alles richtig gemacht. Zusätzlich kann man auch durch die eigene Signatur im Gedächtnis bleiben, beispielsweise durch ein interessantes Zitat oder den Hinweis auf die eigene Website.

Die Frage ist hier allerdings: Ist es verwerflich, ein Individuum als Marke zu betrachten? Reduziert man hier nicht viele differenzierte Aspekte einer Persönlichkeit auf ein paar eigene Angaben?

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