Pinn‘ mir was bei Pinterest

PinterestOb magnetisch oder aus Kork – man kann seine analoge Pinnwand nun von der Wand nehmen. Denn es gibt einen frischen Stern am Social-Web-Himmel: Der vielversprechende Einsteiger bei den sozialen Plattformen nennt sich Pinterest und wird als absoluter Hype im Netz gehandelt.

Hierbei handelt es sich um eine Art Online-Pinnwand, die verschiedenste Elemente aus anderen Web 2.0 Bereichen vereint. Seien es Social-Bookmarking, Online-Shopping oder Facebook – nicht nur alle Dinge der altbekannten Pinnwand in ihrem Ur-Zustand an unserer Wand werden mit aufgenommen, nein sie werden auch noch mit einigen Bestandteilen des Social Webs gemischt. Und heraus kommt eine neue Entdeckung des Machers Cold Brew Laps, von der vor allem Frauen total fasziniert sind: Sie präsentieren auf ihren Pinnwänden gerne dekorierte Kuchen und hübsche Kleider, die sie gerne haben würden, sowie ebenfalls Tierfotos. Doch auch in der Technikszene hat das Portal schon Kultstatus erreicht.

Laut dem Marktforschungsinstitut comScore hat Pinterest im Dezember letzten Jahres bereits elf Millionen Besucher aus den Vereinigten Staaten angelockt und dort ist es auch bereits unter den zehn beliebtesten sozialen Netzwerken. Und dabei ist dieses Start-Up Unternehmen erst zwei Jahre alt, hat also die Testphase gerade erst hinter sich gebracht.
Der Neologismus Pinterest setzt sich aus den Wörtern Pin und Interest zusammen und ist, wie schon erwähnt, eine Pinnwand im Internet, an die alle möglichen Bilder und Videos angeheftet bzw. gepostet werden können. Findet man im Internet also ein schönes Bild, das einem super gefällt, so kann man es an seine persönliche Wand pinnen. Andere Mitglieder des Portals können dieses ähnlich wie bei Facebook „liken“, kommentieren oder gar an ihre eigene Pinnwand anheften. Heraus kommt dann eine Art Bildercollage oder Bilderflut, die für den Betrachter definitiv ein schöner Anblick ist. Hinzu kommt, dass diese bereits bekannten Dinge aus dem Web, wie Bilderdienste und Portale auf denen man Videos, Texte und Bilder teilen kann, hier zusammengemischt und mit Elementen von zum Beispiel Delicious und StumleUpon, sowie Facebook ergänzt werden.

Für Unternehmen in der Handelsbranche entpuppt sich Pinterest ebenfalls als ein wichtiges Element zur Kundenakquise. Die Fotos auf den virtuellen Pinnwänden funktionieren einwandfrei, um neue Interessenten auf verschiedenste Onlineshops zu locken. Die Bilder sind hier nämlich mit einem Link zu der jeweiligen Website hinterlegt, wo die abgebildeten Produkte direkt in den Warenkorb gelegt und an der Kasse bestellt werden können. Man geht momentan davon aus, dass das Unternehmen hinter Pinterest  diesen Vorgang nutzt, um die Idee zu finanzieren. Wenn der Link zu einem Onlinehändler führt, der mit Pinterest eine Partnerschaft eingegangen ist, so wird in die URL ein Code hinzugefügt. Dieser führt so zu einer Provision für Pinterest. Bislang wird keinerlei Werbung eingeblendet, was aber laut Experten nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Was ebenfalls noch nicht ganz ausgereift ist, sind die rechtlichen Rahmenbedingungen. Ähnlich wie bei Facebook lässt sich das Unternehmen offen, alle auf der Plattform veröffentlichten Daten und Inhalte für jeglichen Zweck nutzen zu dürfen. Hinzu kommt die unübersichtliche Gesetzeslage, wenn es um das Urheberrecht beim Teilen von Inhalten geht: Pinterest erklärte, dass sie von ihren Nutzern erwarten, immer die Quelle des geteilten Inhaltes anzugeben. Wenn jemand zum Beispiel ein Bild teile, solle er bitte den zugehörigen Link angeben. Im US-Recht ist dieses kein Problem. Anders ist es allerdings in Deutschland, wo urheberrechtlich geschützte Bilder oder auch andere Inhalte nur mit Zustimmung der Urheber vervielfältigt werden dürfen.

Sie merken, es gibt sowohl Vor- als auch Nachteile der neuen sozialen Plattform im Web 2.0. Doch was halten Sie davon? Meinen Sie dieses neue Start-Up Vorhaben wird eine Zukunft haben?

Ein Kommentar zu “Pinn‘ mir was bei Pinterest

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