Pressemitteilung für Google anpassen!

Pressemitteilung

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Eigentlich jeder Kommunikator einer Organisation oder eines Unternehmens verwendet gerne einmal eine Pressemitteilung als Standard-Instrument der Media Relations. Im Zuge einer integrierten Kommunikation wird eine solche Presseinformation zusätzlich gerne in der Online-Kommunikation aufgegriffen und den Ansprüchen bzw. Erfordernissen des Internets angepasst. Fleißig werden im Zuge der SEO Keywords eingebaut, Verlinkungen erstellt sowie Anchor Texte eingefügt. Optimierungen  werden am laufenden Band durchgeführt, sodass man im Suchmaschinenranking einen höheren Platz erhält.

Doch genau hier möchte Google nun mit geänderten Richtlinien der Linkaustauschprogramme entgegen wirken. PR-Treibende sollten diese einmal ganz genau betrachten. Denn digitale Pressemitteilungen, die nach SEO-Kriterien angepasst wurden, um den PageRank zu beeinflussen, können nun als Verstoß gegen die Webmaster-Guidelines von Google angesehen werden. Zudem wird es geahndet, wenn die digitale Pressemitteilung in diversen Presseportalen veröffentlicht wird, um zusätzliche Reichweite zu erhalten und im Ranking nach oben zu rutschen.

Der Suchmaschinenriese möchte mit Hilfe der neuen Richtlinie die bewusste Gegenarbeit zum Google-Algorithmus verhindern. Werden diese Spielregeln missachtet, zieht der Konzern entsprechende Register: Das betroffene Unternehmen soll dann im Ranking nach unten rutschen, sodass die Website erschwert auffindbar ist und sich dementsprechend der Traffic auf dieser minimiert.

Konsequenzen der Richtlinienänderung liegen für PR-Schaffende nun im adäquaten Umgang mit Google und der SEO. Um einen der ersten Plätze des Rankings zu erhalten, gilt es nun nicht allzu stark die durchdachte Programmierung der Suchmaschine versuchen auszutricksen bzw. zu manipulieren. Google zufolge sollen digitale Pressemitteilungen einzigartigen Content enthalten, der auf natürlichem Weg einen guten Ranking-Platz sowie die Aufmerksamkeit der Zielgruppen erhält.

Fragen bleiben offen: Ist man in der Online-Kommunikation so auf Google angewiesen, dass man an die Vorgaben der Suchmaschine gebunden ist? Und ist Google darauf aus, die PR und deren Einfluss im Word Wide Web zu unterbinden, um die eigenen verkaufsfördernden Dienstleistungen an Unternehmen zu verkaufen? Müssen PR-Treibende und auch Marketingverantwortliche Google nun als Konkurrent oder Mitbewerber im Kampf um die Aufmerksamkeit der Zielgruppen ansehen?

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