PRISM: So verschlüsseln Sie Ihre Daten!

Datenschutz

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Snowden, PRISM, Sicherheit und Datenschutz – diese Schlagwörter werden in den letzten Tagen und Wochen immer wieder in den tagesaktuellen Nachrichten und Themen aufgegriffen. Das amerikanische Programm der NSA, mit dem nicht nur elektronische Medien auf der ganzen Welt sondern ebenfalls enthaltende Daten ausgekundschaftet und ausgewertet werden, hält die ganze Gesellschaft in Atem.

Laut einer BITKOM-Studie fühlen sich rund 66 Prozent aller deutschen User im World Wide Web hinsichtlich ihrer Daten nicht mehr sicher. Bedenken werden insbesondere gegenüber Ausspähung persönlicher Daten durch Kriminelle gehegt, dicht gefolgt von der Observation durch staatliche Einrichtungen. Zudem sinkt das Vertrauen in Politik und Staat kontinuierlich.

Als Reaktion auf diese virtuelle Beobachtung gaben die Befragten innerhalb der Studie an, dass sie künftig wichtige Dokumente nicht mehr per E-Mail, sondern vielmehr mit der Post versenden möchten. Teilweise wird auch auf Aktivitäten innerhalb der Social Media verzichtet. Doch nur 6 Prozent setzen auf Grund fehlenden Know-Hows  Verschlüsselungsprogramme, noch weniger VPN-Clients, ein.

Wie sichert beziehungsweise verschlüsselt man seine E-Mails?

Eine Möglichkeit bieten hier die Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions, kurz S/MIME. Im Grunde genommen basiert dieses Verfahren auf einem öffentlichen Schlüssel des Empfängers, welchen der Absender inklusive seinem eigenen privaten Schlüssel angeben muss. Voraussetzung für den verschlüsselten Versand sind darüber hinaus X.509 Zertifikate, die man als PC-Profi entweder selber erstellt oder als Laie von entsprechenden Stellen erwerben kann.

Die Zertifikate untergliedern sich wiederum in vier Kategorien, dessen Sicherheitsstandards und enthaltenden Kosten variieren. Angefangen mit einer einfachen Überprüfung der tatsächlichen Existenz der angegebenen E-Mail-Adresse, über die Kontrolle von (Unternehmens-)Namen führt die Sicherheit der elektronischen Nachrichten bis hin zu einem Post-Ident-Verfahren. Ein mögliches Vorgehen der E-Mail-Verschlüsselung für Windows, Apple Mail und iPhone beziehungsweise iPad finden Sie hier.

Eine weitere Reaktion auf das amerikanische Ausspähprogramm zeigten drei Studenten, die BlockPRISM entwickelten. Indem Chrome durch dieses Tool erweitert wird, können Facebook-Chats mit der Verschlüsselungsvariante PGP geschützt werden. Insbesondere für Nutzer mit wenig technischem Know-How eignet sich diese Möglichkeit besonders, da ein öffentlicher Schlüssel automatisch generiert wird. Dieser kann anschließend bei Bedarf mit anderen Usern des sozialen Netzwerkes ausgetauscht werden, sodass ein geschützter Dialog entstehen kann. Weitere Webbrowser sollen in Zukunft ebenfalls mit dieser Funktion ausgestattet sowie Versionen für Smartphones entwickelt werden.

Welche Möglichkeiten und Varianten der Datensicherung beziehungsweise des Schutzes vor Spionage können Sie in diesem Zusammenhang noch empfehlen?

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