Social Media: Praxis und Trends

Der Einsatz von den Social Media im unternehmerischen Kontext ist zunehmend in aller Munde. Nicht nur, dass die Unternehmensmarke über die dialogorientierten Kanäle gestärkt wird. Immer öfter werden auch ganze Kampagnen an die zweidimensionalen sozialen Netzwerke angepasst, sodass Zielgruppen vermehrt als ein Teil der aktiven Kommunikation wahrgenommen werden. Sie werden als Multiplikatoren in die Konzepte eingebunden, da beispielsweise durch ein einfaches like weitere Konsumenten angesprochen werden können. Darüber hinaus entstehen im Bereich der Social Media immer mehr Innovationen, wie beispielsweise das augmented reality Feature Google Glasses oder auch Social TV. Beides verdeutlicht die Relevanz von Interaktivität in der Zukunft.

Wie wird es in der Praxis gehandhabt? Nutzen Unternehmen die Vorteile der Social Media im Rahmen ihrer Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen?
Laut dem Bundesverband Digitale Wirtschaft binden Unternehmen in der Praxis vermehrt die Social Media in ihre Strategie ein: Rund 85 Prozent sind in sozialen Netzwerken aktiv. Besonders beliebt sind hierbei der Social Media Riese Facebook sowie der Microbloggingdienst Twitter, dicht gefolgt von YouTube. Einen eigenen Fimenblog betreiben lediglich ein Drittel der befragten Unternehmen.

Zu einem gegensätzlichen Ergebnis kamen die Forscher im Zuge des Social Media Delphis 2012: Hier wird dargestellt, dass sich der Einsatz von Social Media in Unternehmen langsamer entwickelt hat, als erwartet. Zwar sind die unternehmerischen Aktivitäten in sozialen Netzwerken bereits in der Entwicklung, doch die notwendigen Rahmenbedingungen sowie Prozesse werden oftmals nur schleppend geschaffen. Eine mögliche Begründung sei hierfür, dass der Kontrollverlust über die gezielte Kommunikation Unbehagen bereite. Die bislang verfolgten Kommunikationsstrukturen könnten geändert werden, um den zweidimensionalen Ansatz der Social Media intensiv nutzen zu können. Hier können auch Social Media Guidelines Abhilfe schaffen: In 40 Prozent der befragten Unternehmen werden diese bereits eingesetzt, die Relevanz der Richtlinien ist hier bewusst. Darüber hinaus sollte den Unternehmen bewusst sein, dass der Einsatz von Social Media zusätzliche Ressourcen benötigt – eine Facebook-Fanpage betreibt sich nicht nebenbei.

Doch nicht nur für den Kundendialog sind Social Media mittlerweile ein wichtiges Instrument geworden. Auch in der internen Kommunikation mit und unter den eigenen Mitarbeitern kann eine soziale Vernetzung viele Vorteile mit sich bringen: Die Teamarbeit kann verbessert und Wissen besser geteilt werden. Mit Yammer kann man beispielsweise Gruppen gründen, die das Versenden von E-Mails über verschiedenste Verteiler ablösen können. Gerne werden auch Wikis oder ein Dokumentenmanagement zum internen Wissensaustausch und zur erleichterten Zusammenarbeit genutzt – jeder Mitarbeiter kann seine eigene Expertise nun einfach mit seinen Kollegen teilen.

Und wie sieht es bei Ihnen in der Praxis aus? Nutzen Sie bereits die Social Media, um Ihre Kunden anzusprechen? Und wird bei Ihnen im Unternehmen auf soziale Vernetzung der Mitarbeiter gesetzt?

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