Social Media-Studie: Jeder hat einen digitalen Fingerabdruck!

Digitaler Fingerabdruck

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Mittlerweile können wir auf eine 41-jährige Geschichte des sozialen Austausches mit Hilfe des Internets zurück blicken. Angefangen bei den ersten E-Mails über instant messengers bis hin zu ausgefeilten Blogs – die Entwicklung in diesem Bereich ist wahrscheinlich noch längst nicht abgeschlossen.

Insbesondere bezüglich der sozialen Netzwerke können wir bereits in den letzten zwei Jahren erhebliche Veränderungen feststellen. Zu der jüngeren Generation der Social Media gehören beispielsweise MySpace, Twitter, Pinterest, Tumblr oder ähnliche.

Viele Umänderungen und Variationen im Online-Bereich haben wir schon miterlebt. Doch nun haben Wissenschaftler der University of California Santa Barbara eine Besonderheit für alle Nutzer der sozialen Netzwerke erforscht: An was die Psychologen sich im realen Leben seit Jahrzehnten die Zähne ausbeißen, haben die besagten Forscher nun in der Online-Welt ausfindig gemacht. Richtig, es geht hierbei um menschliches Verhalten, welches zunächst analysiert und schließlich vorausgesagt werden soll.

Mit Hilfe einer Untersuchung wurde nun herausgefunden, dass jeder User der Social Media ein sogenanntes Erbgut aufweist, anhand dessen sich künftige Handlungen sowie Verhalten ableiten lassen. Gemeint ist hiermit beispielsweise die Reaktion eines Nutzers auf ein bestimmtes Keywort oder ein Hashtag bei Twitter.

Die These ist, dass jeder Mensch eine bestimmte Anzahl und Zusammensetzung verschiedener Interessen besitzt. Quasi eine individuelle Handschrift, die unumstößlich ist. Auf Grund dieser gehen die Forscher davon aus, dass innerhalb bestimmter Gebiete die Wahrscheinlichkeit steigt, dass eine Reaktion dieses Users – beispielsweise in Form eines gesetzten Hashtags – erfolgt.

Dazu wurden zwei Jahre lang Millionen von Tweets auf Twitter analysiert und schließlich in ein Schema eingeordnet, woraus die bereits dargestellten Schlüsse gezogen wurden. Die Kategorien sind hier: Sport, Business, Politik, berühmte Personen sowie Wissenschaft und Technik.

Darüber hinaus haben die Forscher innerhalb der Analyse zusätzlich Nutzer herausgefiltert. die in bestimmten Kategorien beziehungsweise Themengebieten als Multiplikatoren fungieren und die in den Social Media vorherrschende Meinung grundlegend beeinflussen. Ein weiteres Ergebnis ist auch das erhöhte Tempo der Informationsverbreitung innerhalb der sozialen Netzwerke.

Für Unternehmen, die infolge ihrer Kommunikationsstrategie auch auf Facebook, Twitter und Co. aktiv sind, ergeben sich aus diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen neue Möglichkeiten, um ihre Stakeholder gezielt ansprechen und ihre Reaktion besser einschätzen zu können. Somit ist es möglich, entsprechende Tweets und Posts genau auf ihren Adressaten abzustimmen.

Doch wie sieht es für Sie als Nutzer aus? Finden Sie es vorteilhaft, wenn Ihre künftigen Handlungen innerhalb der Social Media vorhergesagt werden können?

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