Verständnisschwierigkeiten im Web 2.0

In dem Bereich des Web 2.0 hat sich der Begriffsumfang durch neu hinzugekommene Wörter in den letzten Jahren sehr stark verändert. Neue Begrifflichkeiten überschwemmen den Markt, die für manche User nur schwer verständlich sind. Fachvokabular setzt sich bei Experten schnell durch, doch was ist mit den Otto-normal-Verbrauchern?

Eine Studie des Usability-Spezialisten eResult hat zu diesem Thema eine Studie durchgeführt und rund 400 deutsche Internetnutzer befragt. Die Ergebnisse werden im Folgenden kurz dargestellt.

Alexander Magerhans, Research Consultant bei eResult, erklärt: „Der Ausgangspunkt unserer Studie war die Frage, was sich Nutzer unter dem Web 2.0 vorstellen können, da diese Thematik für viele Menschen noch sehr neu ist. Sie ist noch nicht im Alltäglichen etabliert“

Laut der Studie sind einzelne Begriffe „Tagging“ oder „Social Bookmarking“ sechs von zehn Nutzern vollkommen unklar. Zudem können 30 Prozent der befragten User nichts mit dem Begriff „Web 2.0“ anfangen Für 60 Prozent sind Spezialausdrücke wie „Tagwolke“ oder „Trackback“ unverständlich.

Aber nicht nur im Bereich des Web 2.0 stößt das Vokabular auf Unverständnis – auch im EComerce gibt es Probleme. Begriffe für eigentlich etablierte Elemente und Funktionen für viele der Nutzer missverständlich. Laut der Studie von eResult konnten 45 Prozent der Befragten die Funktion „Direktbestellung“ nicht richtig deuten. Rund die Hälfte der Nutzer brachte außerdem die Begriffe „Filtern“ und „Sortieren“ durcheinander. „Werden wichtige Funktionen und Anwendungen nicht verstanden, weil der jeweilige Begriff für den Nutzer nicht nachvollziehbar ist, besteht die große Gefahr der Nutzlosigkeit“, warnt Magerhans.

Das Problem liegt oftmals auch dabei, dass die große Mehrheit der Web-Begriffe ursprünglich aus dem angloamerikanischen Sprachraum stammt. Zudem komme laut Magerhans, dass auch bei den ursprünglichen Autoren mancher Bezeichnungen oft kein einheitliches Begriffsverständnis vorliege.

Leider ist es so, dass User ohne Fachchinesischkenntnisse oft völlig auf sich alleine gestellt sind. Deswegen an dieser Stelle das Plädoyer: Man sollte etwas dafür zu tun, dass man die Begriffe, die benutzt werden, auch erklärt. Im Bereich des EComerce sollten Anbieter auch in der Sprache ihrer Nutzer sprechen beziehungsweise sich deren Begrifflichkeiten anpassen.

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