Was bringt die Zukunft der PR?

Die Zukunft der PR

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Wieder einmal wurde das alte Jahr verabschiedet und mit vielen (oftmals guten) Vorsätzen und Zukunftsfragen in ein Neues gestartet. 2014 ist angebrochen – viele hundert Tage neuer Herausforderungen und wunderbarer Ereignisse liegen vor uns.

Eine der zu beantwortenden Fragen des neuen Jahres stellt die Zukunft der PR dar. Nach jahrelangen Bemühungen der Professionalisierung dieses Berufszweiges erheben sich kritische Stimmen, dass die Öffentlichkeitarbeit künftig ihre Berechtigung verliert. Oder zumindest ihre bisherige Form bzw. Art und Weise des Handelns.

Stichwörter, wie Journalismus– oder Medienzerfall, werden hier oftmals für eine Schuldzuweisung der schwindenden Zukunft der PR verwendet. Wie soll ein Kommunikator schließlich seine Botschaften senden, wenn entsprechende Multiplikatoren nur noch teilweise vorhanden sind? Auch im Online-Bereich hemmen Boulevardisierung und Skandalisierung den Erfolg der PR.

Eine logische Schlussfolgerung dieser Problematik scheint die Multiplikation der an ein breites Publikum zu sendenden Botschaften über Peers bzw. Influencer im Social Web. Mit ihnen kommunizieren viele PR-Profis schon heute. Doch da sind sie nicht die einzigen: Auch andere Bereiche und Abteilungen eines Unternehmens ringen um die Aufmerksamkeit dieser Peers. Naheliegend ist hier neben dem Marketing auch Human Ressource – eine interne Konkurrenz entsteht. Vielleicht birgt 2014 ja in sich, dass Organisationsmodelle grundlegend überdacht und angepasst werden?

Wesentlich ist hierbei, dass kein Hyper-Engagement entsteht, weil jeder unternehmerische Bereich die Peers der sozialen Medien mit seinen Botschaften erreichen möchte. Ein einheitliches strukturiertes Messaging kann hier zielführend sein, um die kommunikative Wettbewerbssituation sowohl intern als auch extern zu lösen. Darüber hinaus gilt für alle unternehmerischen Bereiche, die ihre Themen erfolgreich im World Wide Web platzieren möchten, dass sie die allgemeine Themenentwicklung im Blick behalten. Oftmals entfachen Neuigkeiten und Informationen in Blogs und erst dann folgt eine Expansion. Hieße das für Unternehmen nun, dass Issues Management und Krisenkommunikation erst relevant wird, wenn diese Themen in die klassischen Medien übertreten?

Ist 2014 vielleicht sogar die Ära der Owned statt Paid und Earned Media? Das hieße, dass diese modernen Corporate Publishings an Bedeutung mit Abnahme der traditionellen Medien gewinnen. Hierbei würde die Kontrolle der Kommunikation durch eine Guidance abgelöst. Gleichzeitig bedeute dieses, dass die Kommunikationshoheit in gewisser Weise von dem einen unternehmerischen Bereich an viele weitere, gar einzelne Mitarbeiter abgegeben würde. Und auch die PR würden etwas journalistischer werden, wie es heute teilweise schon in Form der News Desks einiger Unternehmen zu erahnen ist – ein anderes Handwerk ist hier gefragt, als das bislang gewohnte.

Was denken Sie? Wie werden die Public Relations in Zukunft aussehen?

Ein Kommentar zu “Was bringt die Zukunft der PR?

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