Was ist ein Twitter-Follower wert?

Twitter FollowerViele Mitarbeiter sind heutzutage auch während ihrer Arbeitszeit in den Social Media unterwegs. Und das nicht nur privat, sondern aktiv für ihren Arbeitgeber. Entweder bloggen, twittern oder posten sie freiwillig oder sind ausdrücklich von ihren Vorgesetzen dazu aufgefordert. Es entsteht sogar momentan ein neues Berufsbild: Der sogenannte Social Media Manager, der überspitzt gesagt den ganzen Tag nichts anderes macht als in den sozialen Netzwerken zu surfen.

Doch was macht man als Unternehmen, wenn ein Mitarbeiter den Arbeitgeber wechselt und mit ihm auch mehrere tausend User einer anderen Organisation folgen?

Mit einem solchen Fall muss sich gerade das Distriktgericht von Nordkalifornien befassen, da ein einstiger Mitarbeiter mit seinem ehemaligen Arbeitgeber vor Gericht um gesammelte Kontakte in sozialen Netzwerken streitet. Und dieses ist nicht der einzige Fall in Bezug auf Social Media Kontakte, um den sich momentan gestritten wird – doch bislang ging es nur um die Rückgabe der Kontakte an den ehemaligen Arbeitgeber. Das betreffende Unternehmen jedoch verklagte seinen Ex-Mitarbeiter auf 340 000 Dollar, da 17 000 Follower nicht mehr dem Unternehmen auf Twitter folgen. Sie sind vielmehr jetzt Follower des ehemaligen Mitarbeiters, der unter neuem Namen fleißig weiter tweetet.

Doch kann man Follower als einen Besitz des Unternehmens bezeichnen, der „entwendet“ wurde?
Das Problem an dieser Stelle ist, dass Twitter kein Konto eines Unternehmens erlaubt, sondern nur Einzel- beziehungsweise Privatpersonen tweeten lässt. Deswegen wird es für das Gericht in Kalifornien schwierig werden, wem das besagte Konto und die zugehörigen Follower gehören.

Und wer entscheidet, wie viel ein einzelner Follower wert ist? Ist es ein geschätzter Wert, der willkürlich festgelegt wurde? So richtig weiß das eigentlich niemand. Vielleicht kann Twitter selbst an dieser Stelle Auskunft geben.

Ein großes Problem stellen in einem solchen Fall die fehlenden Social Media Guidelines in vielen Unternehmen dar. Diese könnten eine eine klare Grundlage bilden, an die sich sowohl aktuelle als auch ehemalige Mitarbeiter halten müssten.
Sie möchten gerne solche Guidelines erstellen? Wir helfen Ihnen dabei gerne weiter!

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