Web 2.0 braucht neues Marketing!

Marketing im Web 2.0Marketing diente bislang vor allem dazu, Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen – Dank der Digitalisierung unserer Gesellschaft wird es zunehmend schwieriger, ausschließlich auf das klassische Marketing zu setzen, um den Absatz anzukurbeln. Das Bild des bewährten Homo Oeconomicus fängt nach und nach an zu bröckeln. Das Menschenbild der Wirtschaft und somit auch des Marketings erlebt einen Wandel in Richtung eines Konsumenten, der zwar individuelle Bedürfnisse hat, aber deren Nutzen nicht um jeden Preis maximieren möchte. Vielmehr möchte er das Unternehmen, das seine Produkte anbietet, näher kennenlernen, um sich mit ihm zu identifizieren.

Einen Beitrag zu diesem Wandel haben – wie so oft – das Web 2.0 und die Social Media geleistet. Selbst langjährige Marketingexperten stehen auf diesen sozialen Plattformen oft im Dickicht des digitalen Dschungels. Die Frage ist: Wie wird Marketing heutzutage richtig betrieben, gerade wenn die klassischen Methoden oftmals nicht ausreichen?

Kunden sind nicht mehr nur reine Rezipienten der gesendeten Botschaften, sondern haben mehr Selbstbewusstsein im Bezug auf die Wahrnehmung von Werbung. Sie verfügen über die „Macht“, sich den Werbebotschaften selbstständig auszusetzen oder auch nicht. Ein einfaches Beispiel: Werbeunterbrechungen im Fernsehen lassen sich schnell umgehen, indem man den Sender wechselt oder in der Zeit andere Dinge erledigt. Wenn man also mehr Werbefilme ausstrahlen lässt, erhöht dieses nicht gleichzeitig den Absatz.

Um dem Konsumenten seine Botschaften zu unterbreiten, ist es wichtig, seine Bedürfnisse zu kennen und ernst zu nehmen. Kunden möchten nicht mehr nur Animationen zum Kauf unterliegen, sondern fordern deutlich mehr: Als gleichberechtigter Partner in einer Unternehmen-Konsument-Beziehung wahrgenommen und auch als solcher behandelt werden – hier liegt die Zukunft des Marketings. Wer auf Augenhöhe mit den Konsumenten kommuniziert, liegt klar im Vorteil. Die Herausforderung liegt darin, als Vertreter eines Unternehmens Vertrauen zu schaffen, da nur so Beziehung stabil bleibt. Vertrauen basiert nicht nur auf einer angemessenen Transparenz und Verlässlichkeit, sondern auch Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit spielen eine relevante Rolle.

Internetnutzer verfügen, bedingt durch den allgemeinen Informationsüberschuss, in sämtlichen Medien über ein breites Wissen – genauso wie die Unternehmen. Sie kommunizeiren im Web 2.0 genauso sicher wie die Anbieter der Lieblingsprodukte oder –dienstleistungen. Zusätzliche Kommunikationskanäle bildeten sich durch die sozialen Netzwerke heraus, die es sorgfältig für Marketingzwecke zu selektieren gilt. Ein digitales Ich des Unternehmens muss geschaffen werden, um so das Vertrauen der Konsumenten zu erhalten. Sich als Unternehmen – abhängig natürlich von der Branche, inDemo man tätig ist – möglichst menschlich und Kundennah zu präsentieren, hilft oftmals weiter.

Ein Kundensupport auf Facebook anzubieten und schnellstmöglich auf alle Anfragen bzw. Anmerkungen der User zu reagieren, bringt viele Sympathiepunkte beim Konsumenten. Natürlich müssen hierfür intern die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen.

Eines wird schnell deutlich: Marketing und die zugehörige Marketingkommunikation befinden sich momentan im Wandel der Zeit. Unternehmen und ihre Marketingverantwortlichen sollten diese Veränderungen in der Kundenansprache nicht ignorieren, sondern dem Konsumenten auf Augenhöhe begegnen.

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