Werbe-E-Mails: Einwilligung nötig!

Neben Social Media ist das E-Mail-Marketing ein sehr beliebtes Instrument im Marketingbereich. Trotz häufigem Einsatz und gewisser Erfahrung jedes Marketingexperten geschehen hin und wieder vermeidbare Rechtsverstöße – Abmahnungen eingeschlossen.

Doch der Absender von Werbe-E-Mails sollte seinen Versand gründlich planen. Empfänger der elektronischen Nachricht können schnell durch viele verschiedene Zusendungen in ihrem Posteingang genervt sein. Als relevantester Punkt an dieser Stelle gilt wahrscheinlich die Einwilligung des Empfängers: Sie sollte vorhanden sein, damit alle versendeten Werbe-E-Mails oder auch Newsletter nicht als unzumutbare Belästigung gelten. Dabei ist es wichtig, dass man als Internetsurfer den Haken zur Einwilligung aktiv in das dafür vorgesehene Kästchen setzen muss. Anders herum, also dass der Haken bereits vorangekreuzt ist, wäre es unzulässig.

Möglich ist es auch, dass der potentielle Empfänger beispielsweise des Newsletters seine E-Mail-Adresse in ein dafür vorgesehenes Feld eingibt und so die Werbung erhält. Eine zwischen geschaltete E-Mail mit einem enthaltenen Bestätigungslink zum Erhalt der Werbe-E-Mail ist dabei ratsam. Gleiches gilt für gekaufte Datensätze: Hier muss auch die Einwilligung vorliegen, dass der Empfänger Werbung des Unternehmens erhalten möchte.
Jede Einverständniserklärung sollte auch in jedem Fall von dem entsprechenden Unternehmen gespeichert werden, sodass sie jeder Zeit auf Wunsch der betroffenen Person ausgedruckt werden kann.

Doch die einmalige Einwilligung, eine Werbe-E-Mail erhalten zu wollen, gilt nicht als universelle Bestätigung dafür, dass man von dem entsprechenden Unternehmen E-Mails en masse erhalten möchte. Eine solche Einwilligung kann ihre Aktualität verlieren, sodass man spätestens nach eineinhalb Jahren eine erneute Einwilligung der entsprechenden Personen einholen sollte. Auch stellt es keine Möglichkeit dar, beim Empfänger das generelle Einverständnis für verschiedenste Werbeformen einzuholen – das Telefon ist nun mal etwas anderes, als die E-Mail. Eine Teilnahme an einem Gewinnspiel kann nicht von der Einwilligung für Werbe-E-Mails abhängig gemacht werden.

Das Gleiche gilt außerdem in den sozialen Netzwerken. Ohne Einverständnis der Empfänger Nachrichten an sie zu verschicken, die die Bitte eine Seite auf Facebook zu liken, enthalten, ist rechtlich nicht ganz einwandfrei. Hier verstößt Facebook selber gegen das deutsche Recht, da sie ihre User dazu auffordern, weitere potentielle Nutzer via E-Mail auf die Social-Media-Plattform aufmerksam zu machen. Diese „Einladung“ zum Mitmachen gilt laut dem LG Berlin auch als Werbung, verstößt somit gegen das UWG.

Fazit: Werbe-E-Mails und Newsletter sind eine gute Möglichkeit, um seine Stakeholder gezielt anzusprechen bzw. zu informieren. Doch sollte man dabei genauestens darauf achten, inwieweit sein kommunikatives Handeln rechtens ist.

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