Wie Sie erfolgreich in die Social Media starten

Foto: © kbuntu - Fotolia.com

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Sie sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken: Die sozialen Netzwerke. Facebook, Twitter, Instagram & Co. sind präsent, wir nutzen sie jeden Tag. Ein Rekord jagt den nächsten. Beispielsweise durfte Facebook im vergangenen Jahr innerhalb eines einzigen Tages eine ganze Milliarde Nutzer auf seiner Seite begrüßen. Das Potential ist also riesig – auch für Unternehmen, die in den Dialog mit Partnern, Kunden und Interessenten treten wollen.

Bevor Sie jedoch loslegen, sollten Sie sich Gedanken machen, was Sie überhaupt erreichen möchten. Die folgenden drei Fragen können und sollten Sie sich stellen:

1. Welche Ziele verfolgen Sie?

Welche Ziele hat Ihr Unternehmen? Möchten Sie Ihren Umsatz steigern? Ihre Firma bekannter machen? Ihren Ruf verbessern? Eng mit diesen allgemeinen Unternehmenszielen verknüpft sind Ihre Kommunikationsziele – also das, was Sie mit Ihrer Kommunikation, unter anderem eben in den sozialen Netzwerken, erreichen wollen. Möchten Sie mehr Menschen zu einem direkten Besuch im Einzelhandel mit anschließendem Kauf animieren? Oder geht es Ihnen um langfristige Projekte und größere Aufträge, die das Vertriebspersonal von Anfang an begleitet? Möchten Sie vielleicht gar nicht in erster Linie kurzfristig Ihren Umsatz erhöhen, sondern langfristig die Bekanntheit Ihrer Marke steigern? Als attraktiver Arbeitgeber bekannt werden? Wie Sie sehen, sind die Beweggründe, Ziele und damit verbundenen Anforderungen an die Kommunikation individuell verschieden. Patentrezepte gibt es leider keine.

2. Wie erreichen Sie Ihre Zielgruppe?

Wen möchten Sie überhaupt erreichen? Sind Ihre (potenziellen) Kunden im Teenager-Alter oder Manager größerer Unternehmen? Bieten Sie B2B-Waren und Dienstleistungen an oder Produkte für den Endkunden-Bereich? Aus diesen Faktoren ergibt sich die Wahl der richtigen Netzwerke. Setzen Sie hier lieber sinnvolle Schwerpunkte und konzentrieren Sie sich auf diese, statt überall nur irgendwie dabei zu sein. Twitter oder Google+ werden zum Beispiel oftmals von sehr internetaffinen, professionellen Zielgruppen genutzt. Auf Facebook und YouTube werden hingegen eher Consumer-Themen angesprochen. Und auf Instagram und Pinterest geht es in der Bildsprache etwas kreativer zu. Natürlich ist diese Unterteilung sehr pauschal – welches Netzwerk oder welche Netzwerke sich für Sie eignen, hängt immer von Ihrer Botschaft, der Zielsetzung und nicht zuletzt von den verfügbaren Ressourcen ab.

3. Welche Inhalte möchten Sie verteilen?

Nachdem Sie Ihre Ziele und Ihre Zielgruppe definiert haben, geht es nun um die Frage, welche Inhalte Sie eigentlich in den Social Media verteilen möchten. Versetzen Sie sich in Ihre Zielgruppe hinein: Welche Inhalte sind interessant, relevant und spannend? Welche helfen bei konkreten Problemen weiter? Welche unterhalten vielleicht einmal nur nett, haben aber dennoch einen thematischen Bezug zu Ihnen und Ihren Kunden? Welche erhöhen die Bindung an Ihr Unternehmen?

Für die Organisation des Ganzen sollten Sie, je nach Umfang und Häufigkeit Ihrer Aktivitäten, einen Redaktionsplan anlegen, in dem Sie die Botschaften, Themen und zeitlichen Abfolgen der Beiträge festlegen. So können Sie die jeweiligen genutzten sozialen Netzwerke untereinander abstimmen und eine integrierte Kommunikation erreichen. Es ist ebenfalls wichtig, eine Mischung verschiedener Beiträge zu schaffen – indem Sie beispielsweise Fallstudien, Medienberichte, Bilder, Videos und Fachartikel nutzen.

Stellen Sie Ihren Nutzern Fragen – so können Sie den Dialog anregen. Fragen Sie nach speziellen Wünschen, was Ihre Produkte und Leistungen angeht, nach Meinungen zu branchenspezifischen Themen, nach den Herausforderungen, denen sich Ihre Kunden im Alltag stellen und für die Sie vielleicht die richtige Abhilfe anbieten können. Nutzen Sie, vor allem auf Twitter, Hashtags zur Vernetzung und greifen Sie immer wieder zu Bildmaterial – damit können Sie die Interaktionen deutlich steigern. Achten Sie ebenfalls auf die SEO-Ausrichtung Ihrer Beiträge – aber übertreiben Sie es nicht, sonst verärgern Sie schnell Ihre Leser mit nur holprig lesbaren Texten.

Kurz zusammengefasst sind dies die Fragen, die Sie sich vor dem Start in die Social Media stellen sollten:

  • Welche Ziele hat mein Unternehmen?
  • Welche Kommunikationsziele ergeben sich daraus, besonders für die Social Media?
  • Welche Plattformen passen zu diesen Zielen, meinem Unternehmen und meiner Botschaft?
  • Welche Inhalte möchte ich verteilen? Wie häufig möchte ich aktiv sein? Welche Arten von Inhalten stehen mir zur Verfügung? Welche Art von Interaktion kann ich forcieren?

Unterschätzen Sie nicht die Umsetzung

Auch wenn die einzelnen Schritte, die Sie gehen müssen, hier einfach und knapp dargestellt werden – planen Sie genug zeitliche und finanzielle Ressourcen ein. Denken und planen Sie langfristig und umfassend. Vergessen Sie auch nicht das Monitoring und Controlling, um aus den Reaktionen Ihrer Leser zu lernen und Ihre Inhalte kontinuierlich zu optimieren.

Darüber hinaus betrifft Social Media nicht nur die Kommunikationsabteilung, sondern weitere Unternehmensbereiche, wie das Marketing oder die Personalabteilung. Somit sind vor allem in größeren Unternehmen mit vielen Abteilungen eine intensive Zusammenarbeit, funktionierende interne Kommunikationsprozesse und integrierte Kommunikation wichtig. So können alle Themen konsistent über alle genutzten sozialen Netzwerke hinweg verbreitet und Erfolge erzielt werden.

Natürlich können wir hier nur einen kurzen Überblick über mögliche Fragen und Überlegungen geben, die Sie sich stellen und die Sie machen sollten. Das Internet ist voll von weiteren: Zum Beispiel gibt es hier, hier, hier, hier und hier Tipps rund um eine erfolgreiche Social Media Strategie.

Und nun: Viel Erfolg! Wenn Sie Unterstützung bei der Planung und Ausführung Ihrer Social Media-Strategie brauchen, sprechen Sie uns einfach an.

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