Wie sieht die Zukunft der Kommunikation aus?

Zukunft der Kommunikation

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Nachdem wir uns in diesem Blog bereits über die allgemeine Zukunft der PR Gedanken gemacht haben, schließt sich hiermit die Frage an: Wenn Kommunikation und ihr Management auch künftig unternehmerische Relevanz besitzen, wie werden dann ihre Aufgabenfelder gestaltet sein? Werden Kommunikationsmanager in der Zukunft die gleichen Rollen innerhalb von Unternehmen einnehmen, wie sie es noch vor ein paar Jahren und auch heutzutage tun?

Eines ist gewiss: Unternehmen werden ferner über veränderte Strukturen und Organigramme verfügen. Es könnte beispielsweise vermehrt auf eine Projektkultur gesetzt werden, die die klassische Hierarchie durch eine Heterarchie ersetzen würde. Auch die Medienlandschaft als relevanter Kooperationspartner der externen Unternehmenskommunikation verändert sich schon jetzt. Die Dominanz der Printmedien innerhalb der Meinungsbildung der Öffentlichkeit weicht partizipativem Journalismus, der die digitalen Medien und Mechanismen des Web 2.0 für sich nutzt.

Erste Spekulationen ermöglichen uns Einblicke in die Glaskugel des Kommunikationsmanagements. Könnte es nicht vielleicht sein, dass der bekannte Social Media Manager künftig seine Berufung als Digital Footprint Manager erfährt? Dann würde der heutige Bezug der sozialen Netzwerke um das ganzheitliche Management des unternehmerischen Digital Footprints im Internet erweitert werden.

Weiterhin könnte ein Kommunikationsmanager in Zukunft auch als Chief Value Officer in Unternehmen fungieren. Dann würde in seinen Aufgabenbereich nicht nur das Monitoring und die Integration aller Aktivitäten fallen, die auf den Unternehmenswerten basieren. Er würde jeden einzelnen Mitarbeiter in den Blickpunkt der Betrachtung stellen. Eine weitere Rolle könnte allerdings zusätzlich der Story Integrator sein, die Kommunikationsexperten künftig einnähmen. Diese Geschichtenschreiber würden in der immer komplexer werdenden Unternehmensumwelt Orientierung bieten, indem sie die manifestierte Realität zu einer ausgewogenen Story verdichten.

Doch ergeben sich aus diesen beispielhaft dargestellten neuen Kommunikationsrollen weitere Unklarheiten. Kann und müssen diese Aufgaben vom Kommunikationsmanagement übernommen werden? Sind gegebenenfalls in Zukunft alle Mitarbeiter Kommunikatoren, die mindestens eine der neuen Rollen übernehmen? Und inwiefern müsste vielleicht auch das Unternehmen im Hinblick auf seine Organisation anders gestaltet werden?

Ist das nicht eigentlich alter Wein in neuen Schläuchen?

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