Word-of-mouth: Empfehlungen im Web werden immer wichtiger

Greifen Sie auch zu Ihrem Smartphone, wenn Sie im Laden stehen und nicht wissen, ob das Produkt vor Ihnen gut ist? Schauen Sie sich die Empfehlungen zahlreicher User im Web an? So machen es zumindest die meisten Deutschen: Mehr als die Hälfte sucht im Internet nach Informationen für ein beworbenes Produkt. Circa ein Drittel hat es auch schon so gemacht, wie oben geschildert. Zu diesen Ergebnissen sind die Mitarbeiter des Marktforschungsinstitut TNS gekommen, die eine internationale Studie zum Thema „Digital Life“ durchführten. Dabei wurden rund 72 000 Interviews mit Konsumenten aus über 50 Ländern durchgeführt.

Laut der Untersuchung wirken sich Informationen verschiedenster User im Internet auf die Kaufentscheidungen aus. Hat man als Unternehmen mit seiner Marke beziehungsweise seinem Produkt das Interesse der Konsumenten geweckt, so recherchieren rund 85 Prozent dieser erst auf der Hompage des betreffenden Unternehmens. Noch mehr nutzen neben den Medien, die der Betrieb selber steuern kann, auch noch die sogenannten „Earned Media Kanäle“. Hier veröffentlichen verschiedenste User ihre ehrliche Meinung zu der Marke beziehungsweise dem Produkt. Am häufigsten sind diese in den Social Media unterwegs – nicht nur Blogs, Twitter und Youtube eignen sich für solche Zwecke hervorragend, auch Review- und Preisvergleichsseiten sind sehr beliebt.

Besonders die 16- bis 24-jährigen lassen sich laut der Studie von einer solchen Meinung in ihrer Kaufentscheidung schnell beeinflussen. Sie vertrauen den Empfehlungen der unbekannten User genau so stark wie denen ihrer engen Freunde. Ältere Konsumenten sind eher kritisch gegenüber Aussagen in den Medien.

Aus diesem Grund sind einheitliche Marketingstrategien und eine integrierte Kommunikation von Unternehmen auf allen Kanälen unabdingbar. Dabei sollte allerdings nicht nur die Werbebotschaft über alle Medien gleichermaßen transportiert werden. Vielmehr ist es notwendig, dass man als Unternehmen nachvollziehen kann, welcher der Kanäle welchen Beitrag zur Consumer Journey leistet. Das heißt: Wie wird der Konsument vom ersten Werbekontakt über die Kaufentscheidung, dem Kauf und schließlich bis hin zum Kundenbeziehungsmanagement von welchem der Kanäle beeinflusst?

Doch wie bekommt man seine potentielle Kunden dazu, dass sie „Fan“ der Marke werden?

Hierfür gibt es laut der Studie keine eindeutige Lösung. Promotionen und verschiedene Angebote möchten rund 44 Prozent der Befragten erhalten, wenn sie auf den „gefällt mir Button“ bei Facebook gedrückt haben. 37 Prozent der Social Media Nutzer hoffen außerdem darauf, durch Wettbewerbe unterschiedlichste Preise gewinnen zu können. Aber es können laut TNS auch Gründe sein, die uneigennütziger sind: So schließen sich beispielsweise 38 Prozent der Nutzer einer Markenseite an, die ein spezielles Anliegen unterstützen wollten.

Eine aktuelle Social Media-Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) bei der 186 deutsche Unternehmen befragt wurden, zeigt, dass mehr als 85 Prozent den internetbasierten sozialen Netzwerken eine sehr hohe Bedeutung zugesteht. Wichtig sind vor allem Profile im Social Web und Microblogs. Drei Viertel der Unternehmen wollen ihre Budgets für Social Media erhöhen.

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