Word-of-Mouth im Social Web

In rund zwei Milliarden Gesprächen am Tag werden – zumindest in den USA – Marken erwähnt. Folglich bestimmen Marken und die zugehörigen Unternehmen größtenteils die Konversationen in unserer Gesellschaft. Oftmals geht es inhaltlich bei solchen Unterhaltungen darum, dass eine Person eine Kaufentscheidung treffen möchte und seinen Gesprächspartner um Rat fragt. Es ist normal, dass Menschen vertraute Personen des persönlichen Umfeldes eher als glaubwürdig empfinden, als ein Unternehmen. Die Familie, Freunde oder auch Bekannte wollen schließlich mit dem beworbenen Produkt kein Profit erwirtschaften.

Doch nicht nur in der Offline-Welt werden solche Empfehlungen ausgesprochen. Insbesondere die Social Media eignen sich aus unternehmerischer Sicht besonders gut, um Menschen zur Mundpropaganda zu motivieren. Die dialogische Funktion der sozialen Medien eignet sich hervorragend, damit User anderen – auch im echten Leben unbekannten – Menschen einen Rat geben. Schneller als auf Facebook, Twitter und Co kann man als Unternehmen eigentlich keine glaubwürdigen Testimonials für die eigenen Produkte und Dienstleistungen gewinnen. Wird von User A eine Frage zu einem bestimmten Unternehmen oder einem spezifischen Produkt in die Weiten des Netzwerkes gesendet, wird der Post innerhalb kürzester Zeit  von weiteren Usern kommentiert und Empfehlungen ausgesprochen.

Es ist teilweise sogar die Rede davon, dass die sozialen Netzwerke das Word-of-Mouth Marketing gänzlich ersetzen:

Im Social Web ist es für Unternehmen, die eine Mund-zu-Ohr-Aktion starten möchten besonders wichtig, dass sie herausfinden welche Person in einem solchen Netzwerk der Knotenpunkt ist. Dieser sogenannte Netzwerk-Hub ist in seinem Umfeld akzeptiert und gilt als verlässliche Vertrauensperson. Diese Person hat folglich viele Follower und ist somit ein wichtiger Multiplikator des unternehmerischen Marketing-Mixes.

Trotz diesen Möglichkeiten, die die Social Media in Form der Mundpropaganda für ein Unternehmen bieten, sollten die klassischen Marketingaktivitäten des Word-of-Mouth Marketings nicht außer Acht gelassen werden. Insbesondere die eingeschränkte Kontrolle des Empfehlungsmarketing in den Social Media deutet darauf hin, dass ein Zusammenspiel beider Möglichkeiten die unternehmerische Zielerreichung wahrscheinlich am meisten vorantreibt.

Weiterer Beitrag zum Word-of-Mouth Marketing: Word-of-Mouth – einfach unverzichtbar!

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