Yahoo kauft Blog-Dienst Tumblr

Bloggen bei YahooEine noch recht junge Social Media Plattform ist momentan fast täglich in den Schlagzeilen. Richtig, die Rede ist von dem Bloggingdienst Tumblr, der seit Kurzem seinen Mutterkonzern Yahoo nennen darf. Nachdem Facebook und Microsoft als Mitbewerber mit Hilfe einer gewaltigen Summe Geld abgehängt wurden, möchte das Unternehmen sein Portfolio nun vor allem um die junge Zielgruppe ausweiten. Da kommt eine Blogging-Plattform gerade recht, die bei rund 108 Millionen Nutzern so beliebt ist, dass täglich um die 75 Millionen Blogposts in das World Wide Web geschickt werden – die Aktien steigen bereits wieder.

Doch was genau verbirgt sich hinter dem Namen Tumblr?

Ähnlich wie bei WordPress kann man mit Hilfe der Plattform eigentlich alles in das Internet stellen: Angefangen bei Texten, über Links und Videos, bis hin zu Bildern – alles kann im eigenen Blog veröffentlicht werden. David Karp und Marco Arment haben bei der Gründung 2007 das englische Wort „tumble“ (in etwa: Durcheinander) der Namensgebung zu Grunde gelegt und einen Erfolg gelandet. Mittlerweile umfasst das Unternehmen 175 Mitarbeiter, die allesamt mit Hilfe von geschalteten Werbeanzeigen finanziert werden.

Auf Grund der einfachen Bedienbarkeit der Plattform geschieht es leider auch recht schnell, dass unerwünschte Inhalte in verschiedensten Blogs veröffentlicht sowie Urheberrechte gebrochen werden, weswegen die Social Media Plattform teilweise negativ beäugt wird.

Die Übernahme des Blogging-Dienstes bleibt jedoch bei den Nutzern nicht unbemerkt. Zwar wird betont, dass Tumblr als selbstbestimmtes Unternehmen unter der Leitung der Gründer bestehen bleibt. Doch wechselten alleine am ersten Tag nach der Übernahme tausende Nutzer zum Konkurrenten WordPress. Schrumpfen die Nutzerzahlen nun genauso schnell, wie sie einst gewachsen sind? Die Unabhängigkeit der Social Media Plattformen im Allgemeinen jedoch sinkt stets. Lediglich Twitter und Pinterest handeln noch losgelöst von den großen Konzernen.

Wie wird sich die Social Media Landschaft wohl in Zukunft noch verändern?

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