Der Social Media Manager kommt!

Social Media ManagerDen ganzen Tag im Internet surfen, in den Social Media aktiv sein und das auch noch während der Arbeitszeit – wer träumt nicht davon? Einige Mitarbeiter und Manager vor allem in der Kommunikations- und Werbebranche dürfen davon nicht mehr nur träumen, sie werden für ihre Aktivitäten in sozialen Netzwerken sogar bezahlt. Ein neues Berufsbild ist in den letzten Jahren entstanden, das sich mehr und mehr in der Branche durchsetzt: Der Social Media Manager. Viele Unternehmen und Agenturen stellen mittlerweile gerne diese Spezialisten für soziale Netzwerke ein, um ihren Kunden oder internen Auftraggebern eine umfassende Betreuung und Service im Bereich des Unternehmensauftrittes im Internet zu ermöglichen.

Im Aufgabengebiet von Social Media Managern haben die klassischen Werbeformen wie Plakate, Werbefilme oder Zeitungsanzeigen nichts mehr zu suchen. Ihr Fachgebiet bezieht sich jetzt auf Facebook, Twitter, Blogs sowie Foren und alle anderen sozialen Netzwerke – sie sind Teil der social community, fest etablierte und akzeptierte Mitglieder. Dennoch werden im Vorfeld genauso Strategien überlegt, wie man ein neues Produkt am besten online präsentieren kann. Überlegungen werden angestellt, Ideen für Slogans und Botschaften entworfen und ein Plan entwickelt. Auf den Plattformen geht es im Gegensatz zu den klassischen Werbeansätzen vor allem darum, dass die User die Werbung nicht nur sehen, sondern ein Teil von ihr werden. Sie sollen mitmachen können, die Werbung und die vorgestellten Produkte gegebenenfalls sogar direkt mitgestalten.

Ebenfalls gut zu nutzen sind die Social Media in diesem Zusammenhang für eine weite Verbreitung des neuen Produktes. Blogger und andere User der sozialen Netzwerke können zum Beispiel über Innovationen berichten, sodass das sogenannte Schneeballprinzip entsteht. Ein Risiko, das Unternehmen an dieser Stelle eingehen müssen, sind negative Bewertungen. Doch mit einer Zensur dieser negativen Beurteilungen durch die Nutzer verbreitet sich der Zorn der User wie ein Lauffeuer.

An dieser Stelle lauert eventuell schon ein Problem. Vor allem im technischen Bereich möchten die Kunden oftmals einen möglichst schnellen Support für ihre Probleme erhalten. Beschwerden auf den sozialen Plattformen, dass man schon so lange in der Telefonwarteschleife festhänge, sind keine Seltenheit – der Social Media Manager muss da möglichst schnell reagieren. Den Nöten der Konsumenten soll möglichst Abhilfe geschaffen werden, damit alle Bedürfnisse befriedigt sind. Im Grunde genommen kann er oder sie fast nie offline gehen, da zu jeder Tageszeit die Kunden Wünsche haben. Der als einfache Werbekampagne gestartete Plan ist quasi nie zu Ende. Ein hoher Anspruch und eine große Last, die dort auf einer einzelnen Person lastet. Genau genommen ist der Social Media Manager im Augenblick der Beschwerde der einzige Mitarbeiter, der sein Unternehmen würdig nach außen hin vertreten muss und das Gesicht des selbigen bewahren soll. Frust der User sollte schnellstmöglich abgebaut werden, sodass kein Shitstorm entstehen kann.

Was meinen Sie: Kann man diese Aufgabe und gleichzeitige Last einer Person aufbürden? Soll wirklich ein Manager ständig online sein, um die Kundenwünsche zu befriedigen? Und wie viele Ressourcen sollte ein Unternehmen oder eine Agentur bereitstellen, um eine ausreichende Versorgung der sozialen Netzwerke zu gewährleisten?