Diversity: Vielfalt in Kommunikation & Marketing

Diversity

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Schon seit geraumer Zeit sind Vielfalt, Diversität oder auch Diversitiy Management nicht nur innerhalb der Gesellschaft, sondern auch im Zusammenhang mit Unternehmen ein viel diskutierter Themenbereich. Denn die Frauenquote, alternde Belegschaften infolge des demografischen Wandels oder auch Interkulturalität gewinnen im unternehmerischen Kontext immer mehr an Relevanz.

Diversität lässt sich folglich nach Alter, Geschlecht, religiöse Prägung, Behinderung oder auch sexuelle Orientierung unterscheiden. Der Umgang mit einer solchen Vielfalt in Unternehmen beispielsweise in Form von Diversity Initiativen ist jedoch in Deutschland erst wenig vorhanden.

Diversität kann jedoch einen wichtigen Beitrag für die Innovationsfähigkeit und damit für grundsätzliche Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens leisten. Es ist schon längst kein reines Image- oder Profilierungsthema mehr, sondern kann vielmehr als ökonomische Notwendigkeit angesehen werden. Denn die Pluralität von Meinungen, Beobachtungen und Erkenntnissen aus unterschiedlichen Perspektiven der Mitarbeiter kann genutzt werden, um umfassende Problemlösungspotenziale wahrzunehmen.

Durch diese Fokussierung der Mitarbeiter und deren ermöglichte Partizipation kann ihre Motivation gesteigert werden, ihr individuelles Potenzial zum Nutzen des Unternehmens einzubringen. Gleichzeitig kann auch die Loyalität und das Engagement der Mitarbeiter gesteigert werden.

Erfolgreiches Diversity Management kann darüber hinaus innerhalb der Belegschaft beispielsweise Schubladendenken verringern und Vorurteile abbauen. Daraus resultiert eine Unternehmenskultur mit Offenheit, wertschätzendem Umgang und Respekt untereinander. Meist gehört ein Veränderungsprozess dazu, um eine solche Kultur im Unternehmen zu implementieren.

Welchen Einfluss hat der Diversitätsgedanke auf die interne Kommunikation?

Aktuell gehört die Unterstützung eines erfolgreichen Diversity Managements noch nicht zu den grundsätzlichen Aufgaben der Internen Unternehmenskommunikation. Grundlegend ist, dass spezifische Teilöffentlichkeiten in den Blickpunkt der Kommunikation bzw. des Marketings gestellt werden. Hierbei gilt es eine Balance zu finden zwischen der Massenansprache der gesamten Belegschaft und der Individualisierung der Kommunikation anhand der Bedürfnisse der einzelnen Gruppierungen.

Denn um die einzelnen Bezugsgruppen entsprechend ihrer Lebenssituation, Werte, Erwartungen, ihres Glaubens und ihres Lebensstils zu erreichen, müssen geeignete Kommunikationskanäle gewählt werden. Zudem können innerhalb der Mitarbeiterschaft beispielsweise Begegnungen geschaffen werden, damit vorhandene Vorurteile abgebaut werden können. Auch dienen Möglichkeiten der Partizipation in Form von Ideeneinreichung seitens der Mitarbeiter als ökonomisch genutzte Diversität.

Teilweise existieren auch schon extra Netzwerke im Intranet für einzelne Mitarbeitergruppierungen.

Die Frage ist jedoch: Ist es sinnvoll, einzelne Gruppierungen kommunikativ auf bestimmte Merkmale zu reduzieren? Werden sie hierdurch nicht eher ausgeschlossen anstatt integriert? Wieviel Diversität sollte innerhalb der Kommunikation und des Marketings überhaupt gelten bzw. erfolgen? Kann hier überhaupt eine kleine Bezugsgruppe abgebildet werden?

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