Händeschütteln: Der erste (Ein)druck zählt!

Händeschütteln

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Nicht nur im Berufsleben, sondern auch im Alltag ist er uns ein treuer Begleiter: Der Händedruck dient in unserem Kulturkreis beispielsweise zur Begrüßung, zum Kennenlernen neuer Personen oder zum Abschluss einer Verhandlung. Im Laufe des gesamten Lebens schüttelt man im Durchschnitt rund 15.000 Mal die Hand eines Gegenübers. Das Händeschütteln diente jedoch ursprünglich der Verdeutlichung, dass man unbewaffnet ist –zumindest laut Theorien der Anthropologen.

Der Händedruck unterstreicht bzw. prägt wesentlich den ersten Eindruck, den wir beim Gegenüber hinterlassen. Getreu der Aussage „you never get a second chance to make a first impression“ ist das Händeschütteln als Basis für die weitere soziale Beziehung nicht zu vernachlässigen. Denn der drei bis vier Sekunden andauernde Händedruck ermöglicht die unbewusste, sofortige Bildung von Sympathie oder gar Antipathie. Dieses wird auch in unserem Hirn sichtbar, da durch die leichter zu verarbeitende nonverbale Kommunikation mehr Hirnregionen aktiviert werden, als durch Verbales.

Doch was sagt der Händedruck eigentlich über uns aus?

Festes Händeschütteln empfinden wir üblicherweise als sympathischer. Wer hat sich denn noch nie vor dem toten Fisch geekelt, den man bei der Begrüßung auch in den Händen halten kann? Es symbolisiert Unsicherheit. Ist der Druck jedoch zu stark, wird Dominanz oder gar Führungsanspruch verdeutlicht. Dieses wird ebenfalls durch eine Handstellung unterstrichen, bei der der Handrücken nach oben zeigt und der Interaktionspartner zur Unterwerfung gezwungen wird.

Auch die Körperhaltung spielt eine Rolle beim Händeschütteln. Ein gerader Stand, ohne dass man sich nach vorne beugt, sowie ein direkter Blickkontakt fördern einen positiven ersten Eindruck. Auch sollte der Arm nicht zu weit ausgestreckt sein, da somit Distanz aufgebaut und Skepsis symbolisiert wird.

Gibt es das perfekte Händeschüttelns überhaupt, wenn so viel zu beachten ist?

Geoffrey Beattie hat hierfür sogar eine Formel entwickelt, die unter anderem die Länge des Blickkontakts, die Temperatur der Hand, die Position beim Zusammenprall und auch die Dauer enthält.

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