Perspektivwechsel: Internet der Dinge und Wearables

Internet der Dinge

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Kommunikations- und auch Marketingmanager sind Experten auf ihrem Fachgebiet mit einem großen Wissensschatz hinsichtlich der Instrumente und der Maßnahmen ihrer Disziplin sowie deren erfolgreichen Einsatz. Ein Blick über den Tellerrand eröffnet jedoch neue Perspektiven und Möglichkeiten für die Kundenansprache.

Vor allem die Informations- und Kommunikationstechnologien bergen für Kommunikations- und Marketingexperten ein hohes Potential. Sie ermöglichen uns neue Kommunikationsformen und wirken auf die Beziehung zwischen Unternehmen und deren Bezugsgruppen ein.

Ein Beispiel ist hier das Internet: Milliarden Menschen sind mittlerweile online, sodass Computer und Co. mittlerweile in jeden Winkel unseres Lebens vorgedrungen sind – der Internetverkehr wird voraussichtlich 35 000 Gigabytes pro Sekunde in 2017 umfassen.

Wie viele Geräte haben Sie zu Hause, die mit dem Internet verbunden sind? 2020 werden es pro Person in etwa sechs Objekte sein, die vernetzt sind und auf Grund des Kontakts untereinander wissen, was die jeweils anderen Geräte machen.

In der Welt der IT angekommen, lohnt es sich als Marketing- und Kommunikationsexperten, einen Blick auf das Internet of Things (IoT) zu werfen. Dieses ist bereits mehr als eine Vision, Dinge bzw. physische Objekte in das Internet zu integrieren bzw. dieses in die reale Welt hinein zu verlängern. Diese Gegenstände sind dann mit digitaler Logik, Sensorik und der Möglichkeit zur Vernetzung ausgestattet, sodass sich neue Möglichkeiten auftun. Denn die Maschinen sind auf Grund ihrer Netzwerk-Interaktion nicht nur sozial und programmierbar. Sie werden zudem zu Daten und somit bezifferbar bzw. messbar. Im Rahmen des semantischen Webs können sie gar die von Menschen zusammengetragenen Informationen verarbeiten, was im Internet der Dinge nützlich ist.

Dieses IoT wird möglicherweise in Zukunft gar zu einem Internet of Everything erweitert: Der eigene menschliche Körper wird mit Hilfe von Wearable Technologien mit dem Internet verbunden, was im extremsten Fall in den Cyborg als Mensch-Maschine-Hybrid münden kann. Momentan herrschen jedoch herkömmlichere Varianten vor, die von Smart Clothing über Smart Glasses bis hin zu Smart Watches oder Wristables reichen.

Die Frage, die offen bleibt ist: Wozu das alles?

Nicht nur, dass solche Technologien unseren Alltag verändern werden. Auch Unternehmen und die Art der Arbeit werden künftig unmittelbar vom IoT und Wearables betroffen sein. In einer solch vernetzen Welt gilt es nun, im Ozean von Daten ein Muster in den komplexen Systemen zu erkennen und zu verstehen. Diese können dann beispielsweise zur genauen Bezugsgruppenanalyse genutzt werden, sodass die Unternehmenskommunikation zielgerichteter denn je in interner und externer Ausrichtung eingesetzt werden kann.