Storydoing: Nicht reden, machen!

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Aufmerksamkeit erregen und Emotionen wecken!

So und ähnlich lautet oftmals die Devise der Kommunikations- und Marketingmaßnahmen für die Zielgruppenansprache sowie der Verbreitung eigener Botschaften. Gerne wird hier auf das bewährte Instrument des Storytellings zurückgegriffen, um die Marken-, Unternehmens- oder Produktgeschichte in Form von erzählten Geschichten zu verbreiten.

Doch es gibt zudem die Möglichkeit, nicht nur vorhandene Inhalte durch authentische Erzählungen aufzubereiten. Die Herausforderung besteht darin, neuen Content zu generieren und konkrete kommunikative Anlässe zu schaffen, über die im Nachgang gesprochen und berichtet werden kann. Das neue Motto lautet also: Nicht nur reden, sondern auch machen!

Storydoing hält folglich Einzug in die Unternehmenskommunikation und das Marketing. Auch kann das gesamte unternehmerische Handeln entlang der Geschichte organisiert werden, was vom Produktdesign bis hin zum Kundenservice reichen und das Alignment der Mitarbeiter erhöhen kann. Auf Basis der vorhandenen Inhalte des Storytellings können extern Aktionen geplant und durchgeführt werden, sodass die unternehmerische Umwelt aktiv in diese Geschichte eingebunden wird und partizipieren kann.

Das Involvement sowie die Awareness der Bezugsgruppen werden folglich erhöht. Hierzu gilt es, sich im Vorfeld konkret mit den Bedürfnissen der Zielgruppen auseinanderzusetzen: Was interessiert die Menschen tatsächlich? Worüber sprechen sie momentan?

Für eine erfolgreiche Umsetzung des Storydoings gilt es, die Zusammenarbeit einzelner Kommunikations- und Marketingdisziplinen in Form der integrierten Kommunikation zu fördern. Denn nur durch eine einheitliche Erfahrung mit dem Unternehmen können die geschaffenen Kommunikationsanlässe mit Hilfe der Social Media schnell viral verbreitet werden.

Für Unternehmen entstehen durch das Storydoing nicht nur finanzielle Vorteile, da weniger Budget für Paid Media benötigt wird. Mit Hilfe des Storydoings können sie soziales Engagement fördern und generieren somit neben einem gesellschaftlichen Ansehen ebenfalls eine positive Reputation bei relevanten Stakeholdern. Immaterielle Werte werden darüber hinaus ebenfalls durch eine erhöhte Anzahl an positiver Social Media Mentions sowie eines steigenden Shareholder Values geschaffen.

RedBull, Nescafé, Dove, Samsung und viele weitere Unternehmen haben den möglichen Erfolg durch Storydoing bereits demonstriert.

Die Frage, die offen bleibt, ist jedoch: Ist Storydoing ein must-have der Unternehmenskommunikation sowie des Marketings? Oder ist es lediglich ein neues Buzzword, da es seit jeher Aufgabe und Funktion der Unternehmenskommunikation war, Gespräche der Öffentlichkeit zu eigenen Gunsten zu beeinflussen?

Ein Kommentar zu “Storydoing: Nicht reden, machen!

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