CeBIT-Nachlese

Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei, die Karnevalszüge sind vorübergezogen und auch die CeBIT 2011 hat seit Sonntag ihre Pforten geschlossen.  Aber, aber, wer wird denn gleich in Schwermut versinken. Um Abstinenzerscheinungen vorzubeugen, beginnt doch jetzt die Zeit des Aufstöberns interessanter Messe-Downloads zu Themen, die diese CeBIT in Aufbruchstimmung versetzten. Neben dem Schwerpunkt Cloud-Computing waren es die verschiedensten Aspekte zum Thema Social Media, die die Besucher besonders interessierten. Die Veranstaltungsreihe „Global Conferences“ widmete diesem Thema am Tag 4 der Messe einen ganzen Vormittag. Doch sehen Sie selbst: „Global Conferences“ – Future of Social Media“. Ich persönlich bin außerordentlich gespannt, welche Fortsetzung dieses brisante Thema im nächsten Jahr auf der CeBIT nehmen wird. Sie wisssen es vermutlich bereits – nach der CeBIT ist vor der CeBIT.

CeBIT ganz persönlich! Erfahrungsberichte unseres Teams

Momentaufnahme: Das KONZEPT 4-Team vor der Kulisse des Messegeländes

Momentaufnahme: Das KONZEPT 4-Team vor der Kulisse des Messegeländes

CeBIT – Hochzeit für alle beteiligten Unternehmen und Agenturen, besonders arbeitsreich, aber auch extrem spannend. Wir waren am Vorabend und am Eröffnungstag der CeBIT im Team vor Ort und möchten Ihnen gern kurz einige persönliche Eindrücke schildern:

Christian: Die letzten drei Jahre während der CeBIT fanden für mich, wie in vielen anderen Agenturen wahrscheinlich auch, im Büro statt. Hier wird koordiniert, Last-Minute-Texte werden geschrieben, Webseiten aktualisiert, die ersten Eindrücke der Kunden von der Messe verarbeitet. Dieses Jahr bot es sich an, auch persönlich vor Ort zu sein. Wir sind mit dem ganzen Team der Einladung eines Kunden zu einem Pressetermin gefolgt und haben die Gelegenheit genutzt, um uns zu „ent-virtualisieren“. Zwar ist der persönliche Kundentermin auch heute noch wichtiger denn je, aber in Zeiten von E-Mail, Telefonkonferenzen und Social Media-Kontakten kann man vor allem bei größeren Kunden kaum noch jeden, mit dem man beinahe täglich zusammen arbeitet, im sogenannten „Real Life“ treffen.

Zwei Dinge haben mich daher bei diesem Besuch nachhaltig beeindruckt: Es ist trotz regen Kontakts, auch persönlich am Telefon, immer noch mehr als wichtig, Menschen auch persönlich zu treffen. Man hat nicht nur „das Gesicht zur Stimme“, es ist eben nach wie vor doch noch eine ganz andere Kommunikationsebene. Für mich also eine Bereicherung, auch für den Rest des Jahres und die weitere Zusammenarbeit. Und zum anderen: Die Stimmung und Atmosphäre. Am Tag vor der Eröffnung zu sehen, wie die Luft sprichwörtlich knistert. Auch im Büro wird zu dieser Zeit viel gearbeitet, aber was die Kollegen vor Ort dort teilweise stemmen ist beeindruckend. Mit einem großen Unterschied: Hier, im Büro, ist es nur ein Tag mit (sehr) viel Arbeit. Dort, vor Ort, hat man das Gefühl, sind die Kollegen von der Atmosphäre regelrecht befeuert. Eine unglaublich positive Spannung herrscht. Das macht auf jeden Fall Appetit auf mehr.

Karoline: Mich hat auf der CeBIT beeindruckt, wie professionell sich die einzelnen Aussteller mit ihren Produkten auf dieser großen Messe präsentieren. Das spricht für die CeBIT! Für die CeBIT spricht auch, dass schon kurz nach dem morgendlichen Messebeginn  am Tag 1 die Hallen gefüllt waren mit interessierten Besuchern. Die Zeit auf der CeBIT war insgesamt zu kurz, um ein detailliertes Resümee zu schreiben, aber reichhaltig genug, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Neben dem Kennenlernen der neuesten Technik, war mein persönliches Anliegen aber auch, dort die Menschen zu treffen, mit denen man Tag für Tag virtuell zusammenarbeitet und kommuniziert. Es gibt im Laufe eines Jahres insgesamt oft wenig Möglichkeiten,  sich auch mal persönlich unterhalten und austauschen zu können. Dafür ist die CeBIT ideal!

Scarlett: Ich habe die CeBIT-Atmosphäre regelrecht genossen. War ja auch diesmal nicht schwer, da ich persönlich an diesen beiden Tagen Beobachterin sein durfte. Am Vorabend der Messe die letzten Vorbereitungen erleben, das Briefing, die Pressekonferenz, das Zusammentreffen mit Ansprechpartnern bei Kunden, die man nur virtuell „kannte“ – eine Spannung in der Luft, gerade wie vor einer Theaterpremiere. Dann Tag 1 der Messe -Nagelprobe für das Präsentationskonzept eines jeden ausstellenden Unternehmens, die gespannten Erwartungen des herausgeputzten Personals der Messestände, ein anregender Kaffee-und Parfumduft in der Luft. Dann gehen die Türen auf und die CeBIT 2011 entfaltet ihre ganz eigene fantastische, innovative Welt für die sich hineindrängenden  Besucher.  Einfach prickelnd.

Fachlich habe ich mich auf das Thema Social Media konzentriert. Sowohl Fachverlage in Halle 5 als auch kleinere Unternehmen in Halle 6 boten zu diesem Thema natürlich mehr „Informationsstoff“ als verfügbare Zeit vorhanden war. Besonders interessant fand ich die Diskussionsrunden zu verschiedenen Aspekten des Social Media in Halle 6, die Diskutanten aus Wirtschaft und Wissenschaft zu diesem Thema zusammenführte und eine große Zuhörerschar anzog. Neben dem zentralen Thema „Cloud Computing“  ist es ganz offensichtlich, dass sich die Unternehmen in diesem Jahr im Bereich des Marketing umfänglich mit den vielversprechenden Möglichkeiten von Social Media beschäftigen. Ein Vortrag, der die Möglichkeiten aber auch die Grenzen in diesem Bereich aufzeigte, hat mich besonders bereichert.

C wie CeBIT

Im öffentlchen Alphabet der Informationstechnologen steht der Buchstabe C einmal im Jahr für das Akronym der weltweit größten  Messe für Informationstechnologie CeBIT. Als „Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation“ öffnet sie in wenigen Tagen zum 25. Mal für eine große nationale und internationale Fan-Gemeinde in Hannover ihrer Pforten. Zur Zeit herrscht auf dem Messegelände eine Atmosphäre wie kurz vor Weihnachten. Jeder weiß um den jährlichen Termin und trotzdem wird die Zeit bis zum Messebeginn oftmals knapp. Mit großem zeitlichen und finanziellen Aufwand werden die Hallen, die einzelnen Präsentationsstände sowie das Außengelände hergerichtet. Nichts soll dem Zufall überlassen werden, um punktgenau am 01.März , 9 Uhr Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen sowie präsentierende Mitarbeiter ins rechte Licht der Öffentlichkeit zu setzen. Wenn auch Apple und HP in diesem Jahr der CeBIT den Rücken kehren, so wird doch das Motto der Messe „Life and Work with the Cloud“ (die Verarbeitung von Daten über große Netzwerke) viel neugieriges Fachpublikum anlocken. Man darf gespannt sein, ob die Marke von 334.000 Besuchern überschritten werden wird. Von Seiten der Messegeschäftsführung ist man zuversichtlich,  mit der 4-Säulen-Strategie zum einen ein schärferes  Profil gegenüber der Konkurrenz zu gewinnen und zum anderen dem Publikum mehr Orientierung zu geben. Während die Sparten „Pro“ (Geschäftskunden), „Gov“ (öffentliche Hand) und „Lab“ (Forschung) eher Branchenkundige anziehen werden, zielt die Sparte „Life“ auf den Privatnutzer. Ich kann mir vorstellen, dass besonders in diesem Bereich am Abend eines jeden Messetages die Aussteller mit trockenem Mund und heiserer Stimme und die Besucher, zwar mit Blasen an den Füßen aber glücklich mit überquellenden Tüten und Beuteln, ermattet auf die Stühle sinken werden. Vielleicht macht ja all das zusammen auch die gewisse Magie dieser Messe-Tage aus.  Wir von Konzept 4 werden sowohl dienstleistend als auch Gäste der CeBIT sein. So wird uns also ein spannender Blick vor und hinter die Kulissen dieses faszinierenden Messe-Events möglich. Wir hoffen,  mit vielen neuen Eindrücken,  spannenden Anregungen, interessanten Kontakten und Begegnungen von der CeBIT zurück zu kehren , um den daraus gewonnenen Extrakt in unser tägliches Geschäft zum Nutzen unserer Kunden einfliessen lassen zu können. Darum salve cebit